Görtemöller vertagt DM-Entscheidung Lokalmatador Lang überrascht beim Autocross-Rennen in Lengerich

Von Lennart Albers

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Lengerich. Mit spektakulärem Motorsport hat der Auto-Touren-Club (ATC) Osnabrück am Wochenende wieder mit seinem Autocross-Rennen in Lengerich begeistert. Während bei den Lokalmatadoren Niklas Lang überraschte, vertagte Jannis Görtemöller die Entscheidung in der Deutschen Meisterschaft.

Eines ist klar: Das Rennen war nichts für Sauberkeitsfanatiker. Große Staubwolken zogen über das Gelände, wenn die Wagen an den 2500 Zuschauern vorbeirasten. Auch ein größerer Klumpen Erde konnte schon mal bei den Motorsportfans, die es sich zumeist auf Campingstühlen am Streckenrand gemütlich gemacht hatten, auf dem Schoß landen. Gepaart mit lautem Motorenlärm, harten Zweikämpfen auf der Bahn und dem in der Luft stehenden Benzingeruch war es vielleicht aber auch das, was das Rennen des ATC ausmachet: Die Zuschauer saßen zwar hinter einem großen Bauzaun, waren aber zeitgleich nah dran am Geschehen und erlebten Motorsport wortwörtlich hautnah. Denn jeder ging zufrieden mit einer großen Staubschicht bedeckt nach Hause.

Und auch sportlich wurde den Zuschauern einiges geboten. Dafür sorgten Cheforganisator und ATC-Vorsitzender Uwe Hindersmann und sein großes Helferteam, die auf dem Acker die rund 500 Meter lange Rundstrecke mit viel Fleiß herrichteten. Insgesamt rasten 124 Fahrer in 13 Klassen über den unebenen Acker. Kollidierende Fahrzeuge und Blechschäden gehören zum Autocross dazu. Einige Akteure überschätzten sich aber auch und landeten früh im Seitengraben oder überschlugen sich spektakulär und blieben auf dem Dach liegen. Der Trecker, der für das Abschleppen zuständig war, befand sich im Dauereinsatz, um liegengebliebene Fahrzeuge von der Strecke zu holen. Glücklicherweise blieben alle Fahrer unverletzt. „Überschläge gehören eben dazu, und das wollen die Leute ja auch sehen. Mir wird dabei immer etwas flau, aber es ist ja alles gut gegangen“, atmete Hindersmann nach einem langen Wochenende durch.

Sportlich knüpfte der ATC nicht ganz an das erfolgreiche Vorjahr mit vier Titeln an. Björn Möller sicherte sich als einziger ATC-Fahrer einen Titel. Er gewann den Endlauf der Serientourenwagen. Überraschen konnte zudem Niklas Lang, der in der Klasse der spektakulären, mit bis zu 400 PS starken Motoren ausgerüsteten Buggies den zweiten Platz holte. „Im letzten Jahr hatte ich einen Motorschaden und konnte das Heimrennen nicht fahren. Deshalb bin ich mit dem zweiten Platz absolut zufrieden“, freute sich Lang, der sich so die Chance wahrte, in der Deutschen Meisterschaft in zwei Wochen noch Vize-Meister zu werden.

Enttäuschend hingegen lief das Wochenende für den Velper Jannis Görtemöller, der in engem Kontakt mit dem ATC steht. Görtemöller kann in zwei Wochen in Ahlen zwar Deutscher Meister in der Serienklasse bis 1800 Kubikzentimeter werden, hatte mit seinem 150 PS starken Honda CRX aber große Probleme auf der sandigen Strecke und kam nicht über Platz sechs hinaus. „Mein Auto braucht unheimlich viel Drehzahl, das ging auf dem Boden aber nur schwer. Trotzdem wäre ich gerne ein paar Plätze weiter vorne gelandet“, ärgerte sich Görtemöller. Er blickte allerdings optimistisch nach vorne: „Es ist jetzt spannend. Wir haben aber neue Reifen und die Strecke in Ahlen liegt meinem Auto perfekt. Da werden wir den Titel schon holen“, sagte er.


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