Vom Simulator auf die Rennstrecke Fährt Hilteraner Blanke bald an der Seite von Schrey?

Von Sven Hallmann-Schüer

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Probesitzen: Beim Osnabrücker Bergrennen nahm Alexander Blanke schon mal im VLN-Rennwagen von Michael Schrey Platz. Foto: Philipp HülsmannProbesitzen: Beim Osnabrücker Bergrennen nahm Alexander Blanke schon mal im VLN-Rennwagen von Michael Schrey Platz. Foto: Philipp Hülsmann

shal Osnabrück. Das Kart steht nur noch zu Trainingszwecken bereit. Stattdessen stehen für Alexander Blanke jetzt Fahrtrainings im Simulator und bald auch auf der richtigen Rennstrecke auf dem Programm. Der Hilteraner ist dabei, seinen Traum vom Profimotorsport zu verwirklichen.

„Schritt für Schritt“ will Alexander Blanke seinen Weg gehen. Als er dem Kartsport entwachsen war, machte sich der Youngster zusammen mit seinem Vater Michael Blanke auf die Suche nach der nächsten Herausforderung. „Wir haben einfach mal bei Bonk Motorsport angerufen und gefragt, ob Alexander mal zeigen kann, was er draufhat“, erzählt Michael Blanke. Beim Profiteam aus Münster, das in seiner langen Geschichte zahlreiche Siege im VLN-Langstreckenpokal und beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gefeiert hat, absolvierte Alexander Blanke bereits zwei Sitzungen in einem Profisimulator.

Dieser gehört zu den modernsten Simulatoren auf dem Markt. 250 Bewegungspunkte werden pro Sekunde aufgezeichnet. „Jeder Kieselstein wird simuliert“, ist Alexander Blanke begeistert. Auch Michael Bonk, Gründer und Chef von Bonk Motorsport, war angesichts der Leistung des Hilteraners angetan. „Alexander hat gezeigt, dass er gut mit den Autos umgehen kann. Bonk Motorsport möchte gerne mit ihm zusammenarbeiten“, sagt Michael Blanke.

Die gefahrenen Zeiten sprechen für sich: Gleich in seiner zweiten Sitzung verbesserte Alexander Blanke seine Bestzeit um zwei Sekunden gegenüber der Premiere auf 1:56,714 Minuten und ließ damit den Zweitplatzierten der letztjährigen BMW-Challenge auf dem Hockenheimring hinter sich. Weitere Sitzungen sind bereits gebucht.

„In der Realität kann ich sicher noch schneller fahren. Da ist der Popometer besser. Ich will mich verbessern und kann hoffentlich bald auf einer richtigen Rennstrecke fahren“, sagt Alexander Blanke, der den Hockenheimring als seine favorisierte Strecke angibt. Auf der traditionsreichen Rennstrecke in Baden-Württemberg soll Ende August der nächste Schritt in der Karriere von Alexander Blanke gemacht werden. Dann nimmt der ambitionierte Motorsportler an einem Testlehrgang von Marc Ehret teil. 36 Talente zeigen dort ihr Können, der Sieger darf an einem Vier-Stunden-Rennen im BMW 235i-Cup teilnehmen – zusammen mit Ehret und Teampartner Michael Schrey, dem amtierenden VLN-Langstreckenmeister aus Wallenhorst, der ebenfalls für Bonk Motorsport fährt. Bei dem Lehrgang wird nicht nur die Fahrleistung, sondern auch die Einstellung der Bewerber getestet. Mentaltraining steht genauso auf dem Programm wie Interviewtraining und das allgemeine Auftreten.

„Jetzt konzentriere ich mich erst mal auf das Fahren im Simulator. Ich sitze aber schon auf heißen Kohlen“, gibt Alexander Blanke zu. Der Traum vom professionellen Motorsportler hängt allerdings wie so oft an den finanziellen Mitteln. „Die Sportart ist nun mal sehr teuer. Wir reden hier von einem sechsstelligen Rahmen“, sagt Alexander Blanke. Entsprechend sind er und sein Vater auf Sponsorensuche. „Wir wollen unbedingt mit Bonk Motorsport zusammenarbeiten. Was noch fehlt, ist die finanzielle Ausstattung“, hofft Michael Blanke darauf, auch regionale Sponsoren für Alexander zu gewinnen.

Die organisatorischen Grundlagen sind da: Alexander Blanke hat die nationale A-Lizenz erfolgreich absolviert. Nun soll die internationale C-Lizenz folgen. Vorher steht aber erst mal das nächste Ziel auf dem Programm: „Ich will endlich in ein echtes Auto kommen.“


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