Abschalten auf Kreta Dammermann nach der EM: Motivation für 2019 ist bereits riesig

Meine Nachrichten

Um das Thema OS-Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Daumen hoch von EM-Maskottchen Berlino: Das Sportjahr 2018 von Fabian Dammermann war top.Foto: Siemer/LGODaumen hoch von EM-Maskottchen Berlino: Das Sportjahr 2018 von Fabian Dammermann war top.Foto: Siemer/LGO

Osnabrück Die Steigerung seiner Bestzeit um mehr als eine Sekunde, vier Medaillen bei deutschen Meisterschaften sowie die Teilnahmen am Weltcup in London und zuletzt an der Europameisterschaft mit der deutschen Staffel in Berlin: „Einerseits freue ich mich nach den vielen tollen Erlebnissen jetzt auf die Saisonpause“, sagt der 400-Meter-Läufer Fabian Dammermann von der LG Osnabrück. „Andererseits ist die Motivation riesig, auch 2019 voll anzugreifen – was wieder nur mit harter Arbeit in der Wintersaison funktionieren kann.“

Den letzten Platz mit der deutschen Staffel im EM-Finale hat Dammermann vor seinem Urlaub seit gestern auf Kreta bereits weitgehend verarbeitet. „Ich nehme zwar auch das Negative aus Berlin mit. Aus dem vielen Positiven kann ich aber wesentlich mehr für mich herausziehen“, sagt der 20-Jährige: „Auf Kreta werde ich einfach die Seele baumeln lassen.“

Bei der Jahresplanung für 2018 mit seinem Trainer hatte Dammermann diese Erfolgsgeschichte noch nicht für möglich gehalten. „Als mir mein Trainer Anton Siemer die EM-Teilnahme als Ersatzläufer der Staffel als Ziel nahebrachte, habe ich zunächst die Augen verdreht und es für mich ein wenig unter den Teppich gekehrt“, gesteht der Osnabrücker schmunzelnd: „Ich konnte es mir da einfach noch nicht konkret vorstellen, dass ich so schnell so weit komme.“

Im Juni 2018 knackte Dammermann endlich die 47-Sekunden-Marke für die Stadionrunde. „Körperlich hatte ich es schon viel früher drauf. Mental konnte ich es aber erst in diesem Sommer abrufen.“ Dann aber prägte sich sein Selbstverständnis für Topleistungen rasch aus: Bereits bei der DM in Nürnberg kam der Bronzemedaillengewinner erstmals unter 46 Sekunden in Ziel, im EM-Halbfinale lief er eine neue Staffelbestzeit.

Die möglichen Highlights in 2019 werden nicht weniger: Dann stehen die Hallen-EM im Winter, die inoffizielle Staffel-WM im Frühjahr sowie im Sommer die U-23-EM, die DM und die Männer-WM an. „Alle Veranstaltungen haben einen großen Reiz. Alles mitzunehmen, wird aber schwierig – so häufig über das Jahr verteilt Bestleistungen zu bringen, ist richtig schwer“, so Dammermann.

Am wichtigsten sei, den Entwicklungssprung des laufenden Jahres zu bestätigen. „Im ersten Schritt geht es 2019 darum, Konstanz zu entwickeln – was keine Selbstverständlichkeit ist. Und jeder Sportler will natürlich möglichst in jedem Jahr seine Bestleistung steigern.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN