Jugendturniere am Sonntag PSV Hellern richtet erneut Vielseitigkeitsturnier aus

Von Peter Vorberg


Reitturniere gibt es derzeit in dieser Region einige, dennoch bietet der PSV Hellern am Samstag etwas Besonderes. Der noch junge Pferdesportverein richtet ab 7.30 Uhr auf dem Hof Amelingmeyer (Tecklenburger Fußweg 4 in Osnabrück) für die sogenannten „Buschreiter“ zum wiederholten Male einen Wettkampf in der dreigeteilten Vielseitigkeit aus.

Osnabrück Zudem satteln am Sonntag ab 9.30 Uhr in Hellern regionale Nachwuchs-Spring- und -Dressurreiter ihre Pferde. „Wir bringen seit rund drei Wochen hier alles mit großem Einsatz auf Vordermann“, erzählt Svenja Dierker, die mit dem Vereinsvorsitzenden Jens Amelingmeyer und Parcourschef Hartmut Duckert die Vorbereitungen leitet. „Die vielen Naturhindernisse sind alle selber gebaut, bei uns steckt unheimlich viel Herzblut drin.“ 25 Hindernisse bis 100 Zentimeter Höhe werden für den Geländeritt benötigt, die auf einer 2,8 Kilometer (A-Prüfung) beziehungsweise 1,5 Kilometer (E-Prüfung) langen Strecke verteilt sind. „Wir haben hier auf dem Hof tolle Bedingungen, einen guten Boden – so oft gibt es das ja nicht mehr. Die Familie Amelingmeyer hat einfach die Leidenschaft für diese Disziplin entdeckt. Deshalb richten wir so ein Vielseitigkeitsturnier aus – auch wenn es deutlich mehr Arbeit macht als ein normales Dressur- und Springturnier“, so Dierker. Der Geländeparcours erfüllt die höchsten Standards, darauf ist der PSV Hellern stolz. „Die Abnahme der Hindernisse erfolgt durch Technische Delegierte des Verbandes. Wir könnten sogar eine internationale Prüfung durchführen“, meint Parcourschef Hartmut Duckert.

Los geht es am Samstag mit der Dressur (ab 7.30 Uhr), gefolgt vom Springen (ab ca. 8 Uhr) und dem abschließenden spektakulären Geländeritt samt Wasserhindernis (13 bis etwa 17.30 Uhr).

Auf eine L-Konkurrenz mussten die PSV-Organisatoren diesmal wegen Terminüberschneidungen verzichten. Am vergangenen Wochenende fanden die Landesmeisterschaften Weser-Ems in der Vielseitigkeit in Vechta statt, die Pferde benötigen eine längere Pause. Und am nächsten Wochenende, dem eigentlichen Helleraner Termin, gibt es das Reit- und Springturnier vom RuFV St. Georg GMHütte. „Wir hatten hier schon große Namen wie den Team-Olympiasieger und Mannschaftsweltmeister Frank Ostholt sowie Einzelweltmeisterin und Team-Olympiasiegerin Sandra Auffarth. Diesmal wird das leider nicht der Fall sein, vielleicht reitet aber wieder eine Gesa Staas“, ist Jens Amelingmeyer auf die diesjährige Teilnehmerliste dennoch gespannt. Der PSV ist 2018 etwas schmaler vertreten: Entweder erwarten die Reiterinnen Nachwuchs oder es fehlen die passenden Pferde. Gemeldet haben Paula auf der Heide und Laura Kreuer für den E-Wettbewerb.

In den letzten Tagen wurde der Hof von rund 120 Vereinsmitgliedern und Helfern durchgeputzt, alles frisch bemalt und der Blumenschmuck angebracht. Bei der Hitze keine ganz einfache Arbeit, wie Dierker zugibt. „Da mussten wir mit Wasser sparen. Der Boden ist hart, dennoch werden wir wieder gute Bedingungen bieten können. Wir freuen uns auf viele interessierte Reitsportfans und Zuschauer, die sich einen Geländeritt mal angucken wollen. Und auch am Sonntag, am Jugendtag, dürfte es voll werden.“ Hartmut Duckert blickt besonders mit Spannung auf den Samstag. „Die Vielseitigkeit ist die Krone des Reitsports – das ist wie der Zehnkampf bei der Leichtathletik.“


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