„Nächstes Jahr greife ich die 49 Sekunden an“ Sieger Petit im Interview über seinen Rekord und das Bergrennen

Von Lennart Albers

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Stolzer Sieger: Sébastien Petit (Mitte) mit dem MSC-Vorsitzenden Gerd Bücker (links) und Organisationsleiter Bernd Stegmann. Foto: Philipp HülsmannStolzer Sieger: Sébastien Petit (Mitte) mit dem MSC-Vorsitzenden Gerd Bücker (links) und Organisationsleiter Bernd Stegmann. Foto: Philipp Hülsmann

Hilter. Aller guten Dinge sind drei: Bei seinem dritten Start beim Internationalen Bergrennen holte sich der Franzose Sébastien Petit zum ersten Mal den Gesamtsieg, blieb in allen vier Läufen unter dem Vorjahresrekord und verbesserte mit 50,145 Sekunden den Streckenrekord zudem um fast eine Sekunde.

Herr Petit, warum lief es in diesem Jahr so gut für Sie?

Bei meinem ersten Auftritt hier hatte ich große Motorprobleme, letztes Jahr war das Wetter dann sehr schwierig. Dieses Mal konnte ich erstmals richtig von der Strecke profitieren.

Dabei konnten Sie in allen vier Läufen den letztjährigen Streckenrekord unterbieten...

Dafür muss wirklich alles stimmen. Das Set-up und das Auto müssen über beide Tage optimiert sein, und zuletzt muss man selbst einfach eine Top-Leistung bringen. Kleine Fehler werden einfach nicht verziehen, und ich bin sehr froh, dass mir und meinem Team dieses Jahr dieses Gesamtpaket absolut gelungen ist. Der Rekord wurde natürlich zuletzt auch wegen des perfekten Wetters heute Morgen begünstigt.

(Weiterlesen: Bericht vom Rennwochende „Das schnellste Bergrennen aller Zeiten“).

Hatte das Wetter also einen entscheidenden Einfluss auf die vielen Rekorde?

Ja und nein. Warum nicht nur ich, sondern auch Patrik Zajelsnik den Streckenrekord aus dem letzten Jahr gebrochen haben, kann ich nicht genau sagen. Heute Morgen war das Wetter perfekt, weil sowohl die Reifen und die Strecke eine perfekte Temperatur hatten. Ab mittags hatten die Motoren dann aber sehr mit der Hitze zu kämpfen und liefen dann einfach zu warm, weshalb es in den letzten beiden Läufen auch nicht mehr möglich war, den Rekord ein weiteres Mal zu brechen.

Es ist also möglich, dass in naher Zukunft die 50-Sekunden-Marke geknackt wird?

Die „49“ kann und wird auf jeden Fall in den nächsten Jahren auf den Bildschirmen hier erscheinen. Das liegt absolut im Bereich des Möglichen. Wenn ich im ersten Lauf heute noch ein wenig mehr riskiert und etwas mehr Gas geben hätte, wäre das drin gewesen.

Damit haben Sie ja jetzt schon ein Ziel für das nächste Jahr?

Es ist auf jeden Fall noch Spielraum für das nächste Jahr vorhanden. Ich werde dann wieder hier antreten und die 49 Sekunden in Angriff nehmen.


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