Ein eingespieltes Team Streckensicherung erlebt beim Bergrennen ruhiges Wochenende

Von Malte Schlaack

Alles im Griff: Holger Maes war als Leiter der Streckensicherheit immer einsatzbereit. Foto: Philipp HülsmannAlles im Griff: Holger Maes war als Leiter der Streckensicherheit immer einsatzbereit. Foto: Philipp Hülsmann 

Hilter. Kurz hinter dem Start des Bergrennens steht während der Läufe eine Gruppe Funktionäre. Entspannt wird geplaudert und gescherzt. Der Rennverlauf wird dabei genau verfolgt, denn wenn ein Signal ertönt, ist es mit der Ruhe vorbei: Bei einem Unfall auf der Strecke sind Holger Maes als Leiter der Streckensicherheit, Rennleiter Michael Schrey und ihr Team sofort zur Stelle.

Genauer gesagt: Wenn sich der „Scholz-Pokal“ meldet. Dieses eigentümlich aussehende Gerät mit Batterie und lauter Hupe steht in unmittelbarer Nähe zum Start. Es ist Marke Eigenbau und so etwas wie ein Kultobjekt beim Bergrennen. Ohne kann es nicht losgehen, dabei ist der Scholz-Pokal schon so lange dabei, dass kaum noch jemand weiß, wer ihn eigentlich gebaut hat und wie lange er schon im Einsatz ist.

Er verrichtet jedenfalls treu seinen Dienst und wenn das Signal ertönt, ist die Crew in Alarmbereitschaft. Innerhalb von Sekunden schwingen sich Maes und Co. in die Fahrzeuge und rasen zur Unfallsstelle. Dort angekommen, zeigt sich, wie eingespielt und professionell die Bergrennen-Crew arbeitet. Ruhig, aber präzise und zügig wird die Strecke nach einem Crash mit den Streckenposten wieder aufgebaut und gereinigt.

Nach sehr vielen Einsätzen im Jubiläumsjahr 2017, speziell am Rennsonntag, läuft es diesmal sehr rund. Einzig am Samstag gibt es zwei größere Einsatz. Im Training überschlägt sich ein Formel-Fahrzeug kurz hinter dem Zieleinlauf. Maes befürchtet schon schlimmes, als er oben eintrifft, doch der Fahrer hat offensichtliche großes Glück gehabt.

Auch hier zeigt sich noch einmal das besondere Gemeinschaftsgefühl der Berg-Community. Die anderen Fahrer, die ihren Lauf bereits beendet haben, kommen aus dem nahen Zielbereich angelaufen und helfen bei der Bergung ihres Fahrerkollegen. Der kann das medizinische Zentrum am Uphöfener Berg wenig später nahezu unversehrt wieder verlassen. Es ist offenbar ein gutes Omen für das ganze Wochenende, denn am Rennsonntag geht alles nahezu glatt. Vier Wertungsläufe sind der Lohn für Teilnehmer und Zuschauer.


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