Meller Rennstall hängt Werksteams ab 24-Stunden-Rennen in Spa: Walkenhorst feiert sensationellen Sieg

Sieg für Meller Rennstall: Christian Krognes, Tom Blomqvist und Philipp Eng (oben, v.l.) feiern.Foto: SRO/Patrick HecqSieg für Meller Rennstall: Christian Krognes, Tom Blomqvist und Philipp Eng (oben, v.l.) feiern.Foto: SRO/Patrick Hecq

Spa Nach 511 Runden um 16.30 Uhr am Sonntag stand fest: Walkenhost Motorsport ist sensationeller Sieger beim größten 24-Stunden-Rennen für GT-3-Fahrzeuge der Welt auf der Formel-1-Rennstrecke in Spa-Francorchamps in Belgien – bisher der größte Erfolg in der Geschichte des Rennstalls aus Melle. Die nächste Station für Walkenhorst ist das Bergrennen in Borgloh.

Als Fahrer des BMW M6 GT3 (Gran Turismo) zeichneten die Werksfahrer Philipp Eng und Tom Blomqvist sowie Walkenhorst-Privatfahrer Christian Krognes für den Sieg bei herrlichem Sommerwetter verantwortlich. Walkenhorst trat in Spa als privates Team erstmals in der Pro-Klasse an und ließ auf Anhieb die Werksteams der anderen Hersteller hinter sich.

„Ich bin super stolz auf mein Team und die grandiose Leistung, die in den vier Tagen abgeliefert wurde. Jedem bei uns bedeutet dieser Sieg extrem viel“, sagte Teamchef Henry Walkenhorst laut einer Mitteilung zum unerwarteten Erfolg und gab zu: „Eigentlich war geplant, dass ich auf unserem zweiten BMW selbst den letzten Stint fahre. Das habe ich gelassen, weil ich sehr, sehr nervös war. Ich musste in der Box auf- und abgehen. Auf einem Stuhl hätte ich die Schlussphase nicht durchgehalten.“

Der BMW-Händler und Chef des Kundensport-Teams war mit Ralf Oeverhaus, Immanuel Vinke und Anders Buchardt im zweiten Auto an den Start gegangen – Platz fünf in der AM-Klasse sowie Gesamtrang 38 rundete das perfekte Wochenende für die Motorsportler aus Melle ab.

Das Rennen lief für beide Fahrer-Teams sowie die Mechaniker reibungslos, trotz vieler Unfälle auf der Rennstrecke. Mehr als zehnmal musste die Gelbe Fahne geschwenkt werden – in der Nacht wurde das Rennen sogar für anderthalb Stunden unterbrochen. „Wir sind zuallererst froh, dass es allen Fahrern, die in einen Unfall verwickelt waren, den Umständen entsprechend gut geht. Für uns war enorm wichtig, die Konzentration zu wahren“, erklärte Walkenhorst-Teammanager Niclas Königbauer. Das Siegerauto führte fast die gesamte Nacht und für mehrere Stunden am Sonntag. Den Ausschlag gab im von vielen Safety-Car-Phasen gekennzeichneten Rennen das Timing der Boxenstopps inklusive des obligatorischen Reparaturstopps zum Wechsel der Bremsen, der von allen Teams eingelegt werden musste, und des sogenannten Jokerstopps, für den keine Mindestzeit vorgesehen war.

Nun will sich das Team beim Bergrennen in Borgloh am Wochenende für den Erfolg feiern lassen. „Unser Heimrennen direkt vor der Haustür, drei Kilometer vom Teamsitz entfernt“, freut sich Walkenhorst auf den Auftritt am Uphöfener Berg mit drei Autos und dem Renn-Taxi. spo


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