Kontakt über Firma in Werther Meller in der Formel 1: Huning berät Sahara Force India

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Melle. Wenn in der Formel 1 die Startampeln auf Grün springen, dann steigt auch bei Martin Huning aus Melle-Wellingholzhausen der Adrenalinspiegel. Er mischt beruflich in der Königsklasse des Motorsports mit und ist seit Beginn der WM-Saison für den Rennstall „Sahara Force India“ tätig.

Beim Großen Preis von Ungarn am Sonntag fuhr der Franzose Esteban Ocon auf Rang 13, sein mexikanischer Teamkollege Sergio Perez landete einen Platz dahinter. Eine Woche zuvor beim Deutschland-Grand-Prix hatte Huning die beiden Fahrer erstmals persönlich kennengelernt. Das Rennen auf dem Hockenheimring war Hunings erster Grand-Prix-Besuch in dieser Saison.

Der Meller, der seit 15 Jahren im Motorsport engagiert ist und für den Schmierstoffhersteller Ravenol aus dem westfälischen Werther in diesem Jahr sein insgesamt 100. Autorennen begleiten wird, kennt Ocon bereits aus Formel-3-Zeiten. „Ich habe ihm in der Formel 3 bei Siegerehrungen schon so manchen Pokal überreicht“, erinnert sich der 44-Jährige.

Sportlich ein gutes Wochenende in Hockenheim

Mit den aktuellen Ergebnissen des Teams Sahara Force India in der Formel-1-Weltmeisterschaft könne man sehr zufrieden sein. „Hockenheim war ein gutes Wochenende“, bilanziert er. Perez war Siebter, Ocon Achter geworden. „Ich bin da rumgerannt wie ein Weihnachtsbaum“, kommentiert Huning die hohen Sicherheitsstandards in der Königsklasse des Motorsports. Parkplatz, Tribüne, VIP-Bereich, Startaufstellung, Fahrerlager: Für jede Zone benötige man einen extra Zugangspass. An seinem Hals baumelten also zig Ausweise. „Selbst die Fahrer kommen ohne Pass nicht ins Fahrerlager“, berichtet der Meller.

Seit diesem Jahr Kooperation mit Formel1-Team

Huning war für die Firma Ravenol bereits vielfältig motorsportlich engagiert, als 2017 das Team Sahara Force India mit der Anfrage einer technischen Partnerschaft auf ihn zukam. Im Februar 2018 wurde die Kooperation schließlich besiegelt. Seither fungiert das Unternehmen aus Werther als offizieller Schmierstoffpartner, liefert also Schmierstoffe für das britische Team mit Sitz in Silverstone. Das Unternehmen aus dem Kreis Gütersloh entwickelt zudem Flüssigkeiten für Federung und Aufhängung der Formel-1-Fahrzeuge. In Hockenheim überreichte Otmar Szafnauer, Sportdirektor von Sahara Force India, dem Motorsportchef von Ravenol die offizielle Urkunde über die Partnerschaft.

Meller betreut 1500 Fahrzeuge in 100 Rennserien

Huning koordiniert die Zusammenarbeit mit dem britischen Rennstall und entscheidet über die Marketingausrichtung seines Unternehmens in Bezug auf die Formel 1. Daneben führt er alle anderen motorsportlichen Aktivitäten seines Arbeitgebers weiter. Der 44-Jährige begleitet 1500 Fahrzeuge in 100 Rennserien. Der Wellingholzhausener berät Teams wie Fahrer und hat Kontakt zu vielen Größen dieses Sports. Um daneben noch Zeit für die Familie zu haben, besucht er nur einzelne Rennen selbst. An rund zehn Rennwochenenden pro Jahr führt er vor Ort wichtige Gespräche mit den Partnern.

Formel1 ist arbeitsintensiv

„Ich habe im Vorfeld schon erwartet, dass die Formel 1 sehr arbeitsintensiv wird. Aber ich habe nicht damit gerechnet, dass sie gut 50 Prozent meines Arbeitstages einnimmt“, sagt Huning. Gut möglich, dass sich die Tätigkeit in der Zukunft weiter konzentrieren wird: Mit Sahara Force India ist eine mehrjährige Kooperation vereinbart.

Im Herbst in Silverstone

Im Herbst wird der Motorsportchef nach Silverstone fliegen, um mit den Briten die weiteren gemeinsamen Marketingaktivitäten und auch seine Rolle als Berater des Formel-1-Teams zu definieren. „Ich möchte dem Team mit meinem motorsportlichen Netzwerk bestmöglich zur Seite stehen“, betont Huning. Die Abstimmung funktioniere bisher gut. „Ich wünsche mir, dass es so weiterläuft.“


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