U23-Weltmeisterschaft in Polen Osnabrücker Ruderin Pia Greiten gewinnt WM-Silber

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Zweite WM-Medaille: Pia Greiten (links) gewinnt mit Leonie Menzel Silber bei der U23-WM. Foto: DRV/SeybZweite WM-Medaille: Pia Greiten (links) gewinnt mit Leonie Menzel Silber bei der U23-WM. Foto: DRV/Seyb

Posen/Osnabrück Pia Greiten vom Osnabrücker Ruder-Verein (ORV) hat bei der U23-Ruderweltmeisterschaft im polnischen Posen die Silbermedaille gewonnen. Mit Leonie Menzel aus Düsseldorf kam sie im Frauen-Doppelzweier auf der zwei Kilometer langen Strecke nach 6:48,34 Minuten hinter dem Boot aus Großbritannien (6:47,03) und vor den Italienerinnen (6:49,17) ins Ziel.

„Das war mega gut. Es ist noch nicht ganz zu fassen“, sagte Greiten nach dem Gewinn ihrer zweiten U23-WM-Medaille. Im vergangenen Jahr hatte die Bissendorferin mit dem deutschen Doppelvierer bei der U23-Weltmeisterschaft im bulgarischen Plovdiv Bronze geholt. „Mit dem Zweier ist es etwas anderes, das ist nochmal besonderer“, so die 21-Jährige.

Auf dem Matasee in Posen kam das deutsche Boot gut aus dem Startblock und blieb in einem spannenden Rennen an den starken Britinnen dran. „Nach 500 Metern waren wir gut dabei. Wir wussten beide, da geht was“, sagte Greiten nach dem Rennen. Auf den letzten 200 Metern wehrten die Deutschen die Angriffe der italienischen und griechischen Ruderinnen erfolgreich ab und setzten sich letztlich mit 83 Hundertsteln gegen das Boot aus Italien durch. Auf die favorisierten Britinnen fehlte am Ende knapp eine Sekunde. „Das war ein starkes Rennen. Es hat Spaß gemacht“, so die ORV-Ruderin.

Starke Konkurrenz

Dabei hatten Greiten und ihrer Partnerin Menzel vor der WM gar nicht mit so einem guten Ergebnis gerechnet. „Die Konkurrenz war stark.“ Aber die Vorbereitung sei gut gelaufen und so seien sie mit „guten Dingen“ nach Posen gereist. „Vor dem ersten Vorlauf war die Anspannung noch groß“, verrät Greiten. Doch sie merkten schnell, dass sie „gut dastanden“.

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Die größte Nervosität hätten sie vor dem Halbfinale gehabt, weil nur die ersten Drei in den Endlauf einziehen und so jeder kleine Fehler verheerend sein kann. „Vorm Finale waren wir dann relativ entspannt“, sagt die 21-Jährige. Nun gönnt sich Greiten erstmal eine kleine Pause. Ganz ohne Rudern geht es aber natürlich nicht. „Ohne Sport kann ich nicht“, sagt sie.

Saks, Teckemeyer und Seiters verpassen Medaille

Für Greitens Vereinskameraden blieben die Medaillen aus. Elisa Saks verpasste am Steuer des Frauen-Vierers mit Rang vier knapp das Podest. Das deutsche Quintett versuchte um die Medaillen zu kämpfen, musste letztlich aber die Boote aus den USA, Italien und Russland ziehen lassen. Nach 7:22,36 Minuten kam der Frauen-Vierer mit knapp 20 Sekunden Rückstand auf Weltmeister USA über die Ziellinie.

Großer Jubel: Pia Greiten (links) gewinnt mit Leonie Menzel Silber bei der U23-WM. Foto: DRV/Seyb

Die ORV-Ruderer Marcel Teckemeyer und Paul Seiters wurden in Posen im Vierer ohne Steuermann Fünfter in 5:57,01 Minuten hinter Rumänien, Großbritannien, Neuseeland und den USA. Mit rund vier Sekunden Rückstand auf die Medaillenränge hatten Geburtstagskind Paul Seiters und seine Kollegen keine Chance auf Edelmetall.


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