Mehr Sport, weniger Rahmenprogramm MSC Osnabrück verzeichnet 189 Nennungen für Bergrennen

Von Johannes Kapitza

Der VLN-Rennwagen von Michael Schrey (Zweiter v. links) wird beim Bergrennen von Matthias Schrey (links) für den guten Zweck pilotiert. Das freut auch Bernd Stegmann und Wolfgang Knop (Geschäftsleiter Porta Wallenhorst, von links). Foto: Uwe GerkenDer VLN-Rennwagen von Michael Schrey (Zweiter v. links) wird beim Bergrennen von Matthias Schrey (links) für den guten Zweck pilotiert. Das freut auch Bernd Stegmann und Wolfgang Knop (Geschäftsleiter Porta Wallenhorst, von links). Foto: Uwe Gerken

Wallenhorst. 189 Nennungen hat der MSC Osnabrück für das 51. Osnabrücker ADAC Bergrennen verzeichnet. Am 4. und 5. August soll am Uphöfener Berg der Sport wieder mehr im Mittelpunkt stehen. Das Rahmenprogramm aus dem Jubiläumsjahr wird abgespeckt. Für die karitativen Aktionen soll aber trotzdem Platz bleiben.

189 Nennungen verzeichnete der Motorsport-Club (MSC) Osnabrück zum Meldeschluss in der Nacht zu Donnerstag. Die Fahrer kommen aus 14 Nationen, erstmals ist auch ein Motorsportler aus der Slowakei dabei. „Auf diese Zahlen sind wir sehr stolz. Das gibt es so in ganz Europa nicht“, sagt Bernd Stegmann.

Weniger Starter kommen dem MSC gelegen

Dem Organisationsleiter des Bergrennens ist es ganz recht, dass die Starterzahlen nicht so hoch sind wie bei der Jubiläumsauflage. „Ich bin froh, dass wir in diesem Jahr nicht so überfüllt sind“, sagt Stegmann. Beim 50. Bergrennen waren 242 Fahrer an den Start gegangen. Wegen vieler Unfälle war der eh schon eng getaktete Zeitplan aus den Fugen geraten.

Stegmann freut sich auf Osella FA30

Auch das umfangreiche Rahmenprogramm trug seinen Teil dazu bei. „Wir haben bei der 50. Auflage viele Highlights gesetzt“, blickt Stegmann zurück. Am 4. und 5. August soll das Drumherum auf der Strecke abgespeckt werden. „Der Rennsport und die internationalen Prädikate sollen mehr im Mittelpunkt stehen“, kündigt der Organisationsleiter an. Er freut sich besonders auf mehrere Fahrer, die mit Osella-FA30-Rennwagen am Start sind. „Das sind die Fahrzeuge, die die 50-Sekunden-Marke knacken können“, schätzt Stegmann.

Auch ohne Rekordhalter Merli Spannung auf der Strecke?

In solch einem Fahrzeug hatte der Italiener Christian Merli 2017 den Rekord auf der 2,03 Kilometer langen Strecke auf 51,024 Sekunden heruntergeschraubt. Der Sieger der beiden Vorjahre hat dieses Mal nicht gemeldet. Trotzdem ist Stegmann überzeugt: „Wir haben in der Spitze eine große Spannung.“

Rückblick: Titelverteidiger Merli triumphiert beim 50. Bergrennen

Obwohl das Rahmenprogramm eingedampft wird, bleibt immer noch Platz für karitative Aktionen: Skateboard-Pionier Titus Dittmann wird mit seiner Dodge Viper unterwegs sein und als Taxifahrer Geld für seine Stiftung sammeln. Schauspieler Norbert Heisterkamp ist bereits zum zehnten Mal für den guten Zweck am Uphöfener Berg zu Gast. „Das ist unglaublich wichtig für diese Veranstaltung“, sagt Stegmann.

Schreys VLN-Rennwagen steht für Taxifahrten bereit

Auch das Bonk-Motorsportteam und der Rennstall Wolfgang Schrey Motorsport unterstützten den karitativen Zweck – weshalb der Rennwagen von Michael Schrey derzeit einen ungewohnten Anblick bietet. Nach dem letzten Rennen bei der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring wurde ein Beifahrersitz in den BMW eingebaut. Wer sich chauffieren lassen will, muss einen Obolus zahlen, der später für einen guten Zweck verwendet wird. Anmeldungen für solche Taxifahrten auf der Rennstrecke sollen am Rennwochenende vor Ort möglich sein.

Weil Michael Schrey als Rennleiter gebraucht wird, kann er nicht am Steuer sitzen. Im Fahrersitz nimmt Bruder Matthias Schrey Platz. „Er sollte das Auto heile lassen. Mitte August wird es beim Sechs-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring wieder gebraucht“, sagt Michael Schrey, ist aber überzeugt, dass Gäste mit seinem Bruder „eine sichere und schöne Fahrt vor sich haben“ werden.

MSC mit Vorverkauf „äußerst zufrieden“

Für das Rennwochenende rechnen die Veranstalter erneut mit bis zu 25000 Zuschauern. „Wir sind mit den Vorverkaufszahlen äußerst zufrieden“, sagt Stegmann. Auch die aktuelle Hitze stört ihn nicht. „Der Sommer darf gerne noch andauern“, sagt er, „wir stellen lieber präventiv ein paar Feuerwehrautos mehr hin, als dass wir absaufen“.


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