Bad Laer gewinnt daheim 2. Sandfort-Cup: U17 setzt sich gegen Frauenteams durch

Von Lennart Albers

Nationalspielerin Isabel Kerschowski von Bayer Leverkusen im Laufduell mit Bad Laers Max Meyer. Foto: Swaantje HehmannNationalspielerin Isabel Kerschowski von Bayer Leverkusen im Laufduell mit Bad Laers Max Meyer. Foto: Swaantje Hehmann

Bad Laer. Bundesligisten waren dabei, doch am Ende gewann ein Bezirksligist: Beim 2. Sandfort-Bau-Cup des SV Bad Laer, der mit Teams wie Bayer Leverkusen oder dem SV Meppen mit hochkarätigen Frauenfußballteams besetzt war, holte sich am Ende die Laerer B-Jugend den Pokal.

„Eigentlich gewinnt man ja nicht sein eigenes Turnier, aber das ließ sich dieses Mal einfach nicht verhindern“, sagte Turnierorganisator Dennis Götsch mit einem Schmunzeln. Mit dem Sieg hatte er zwar nicht unbedingt gerechnet, eine große Überraschung sei der Sieg der U17 aber nicht gewesen. Denn eine B-Jugend-Mannschaft spiele durchschnittlich auf dem Niveau von Frauen-Zweitligisten: „Die Jungs sind in dem Alter schneller und athletischer, deshalb konnten sie bei diesem Turnier gut mitspielen.“

Ihre Qualität stellten die Laerer schon im ersten Spiel unter Beweis: Zum Auftakt siegten sie 3:0 gegen Regionalligist Herforder SV Borussia. Im zweiten Spiel folgte ein 2:0 gegen Zweitligist Meppen, der unter anderem mit der türkischen Nationalspielerin Cagla Korkmaz sowie den U-Nationalspielerinnen Sarah und Jasmin Jabbes (früher BW Hollage) antrat. Der SVM sicherte sich am Ende den zweiten Platz, glänzte mit schnellem Direktspiel in die Spitze und zeigte sich einen Monat vor dem Premierenstart der eingleisigen 2. Bundesliga bereits in guter Frühform. Weil für Bad Laer noch ein 1:0-Sieg gegen Bielefeld folgte, stand die U17 bereits vor ihrem letzten Spiel als Turniersieger fest. „Meine Jungs haben das auch trotz Ausfällen von Stammkräften super gemacht. Wir standen hinten sicher und haben immer wieder schnell nach vorne gespielt“, lobte Trainer Robert Meyer. Insbesondere Stürmer Nico Herbermann stach mit fünf Toren heraus.

Wie schnell es allerdings in die andere Richtung gehen kann, wurde im letzten Spiel gegen den Bundesligisten aus Leverkusen deutlich, der unter anderem mit Nationalspielerin Isabel Kerschowski (Champions-League-Siegerin 2010, Olympiasiegerin 2016) antrat. Nach drei Spielen ohne Gegentor gab es eine herbe 0:5-Klatsche. „Da waren wir einfach vom Kopf her nicht mehr da“, resümierte Meyer. Die Leverkusenerinnen belegten am Ende den vierten Platz, stehen aber auch noch am Anfang der Vorbereitung. „Das war unsere erste Einheit mit dem Ball. Deshalb war das schon in Ordnung heute“, sagte Trainerin Verena Hagedorn, die bis vor einem Jahr noch die Co-Trainerin von Steffi Jones in der Frauen-Nationalmannschaft war.

Am Ende des Turniers zog Götsch nicht nur aufgrund des Turniersiegs ein positives Fazit. Insbesondere die Zuschauerresonanz von 200 Besuchern freute ihn.


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