U-23-Weltmeisterschaft in Polen Osnabrücker Ruderer wollen ins WM-Finale

Von Sportredaktion

Die vier Osnabrücker U-23-WM-Fahrer: Paul Seiters, Pia Greiten, Elisa Saks und Marcel Teckemeyer (von links). Foto: DRV/Christian SchwierDie vier Osnabrücker U-23-WM-Fahrer: Paul Seiters, Pia Greiten, Elisa Saks und Marcel Teckemeyer (von links). Foto: DRV/Christian Schwier

Osnabrück. Für die Sportler des Osnabrücker Ruder-Vereins geht es Schlag auf Schlag: Nach den erfolgreichen Deutschen Jahrgangsmeisterschaften geht es für sieben ORV-Aktive nun um internationale Ehren bei der U-23-WM und beim Baltic Cup.

Die Bissendorferin Pia Greiten tritt mit Leonie Menzel aus Düsseldorf im Frauen-Doppelzweier an. Nachdem das Duo souverän Deutscher Meister geworden ist, tankten sie im Trainingslager in Rateburg Selbstvertrauen. Das werden sie brauchen, denn die Konkurrenz bei der U-23-Weltmeisterschaft vom 25. bis 29. Juli im polnischen Posen ist groß. Unter den 20 Gegnern befinden sich die Vorjahresbesten, dazu entsendet Großbritannien zwei amtierende U-23-Weltmeisterinnen aus dem Doppelvierer nun im Doppelzweier. Nichtsdestotrotz wollen Greiten und Menzel sich für das A-Finale qualifizieren und dort eine Top-Leistung abrufen.

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Paul Seiters und Marcel Teckemeyer haben sich mit ihren Hamburger Partnern Marc Kammann und Friedrich Dunkel auf den verschiedenen nationalen und internationalen Regatten sowie auf den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften klar als Schnellster deutscher U23-Vierer durchgesetzt. Das 15-Boote-Feld bei der WM in Posen wird stark besetzt sein.

Auszeichnung für Elisa Saks

Auf der letzten U-23-WM schieden sowohl Seiters und Teckemeyer im Vierer mit Steuermann, als auch ihre Hamburger Partner im Vierer ohne Steuermann in den Vorläufen aus. Alle vier haben also einen zusätzlichen Anreiz, das Maximum für sich herauszuholen.

Für das A-Finale ist Elisa Saks am Steuer des deutschen U-23-Frauen-Vierers mit Steuermann bereits qualifiziert, denn neben dem deutschen Boot treten nur Teams aus Italien, Russland, der Ukraine und den USA an. Die 16-Jährige war kürzlich mit dem Pierre-de-Coubertin-Schulpreis ausgezeichnet worden. Der Preis ist eine besondere Auszeichnung für hervorragende Leistungen im Fach Sport und wird vom Niedersächsischen Kultusministerium unter Mitwirkung des Landesportbundes gestiftet. Saks geht selbstbewusst an ihre erste Weltmeisterschaft. Mit ihren Ruderinnen will sie sich so teuer wie möglich verkaufen und vielleicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

ORV-Nachwuchs zum Baltic Cup

Auch drei der ORV-Nachwuchskräfte wurden aufgrund ihrer guten Leistungen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften vom Deutschen Ruderverband (DRV) für die Nationalmannschaft nominiert. Paul Leerkamp hatte in dieser Saison dem U-17-Junioren-Einer seinen Stempel aufgedrückt und war souverän Deutscher Meister geworden. Dafür wurde er in den Doppelvierer für den Baltic Cup berufen. Die internationale Vergleichsregatta für Nachwuchsruderer wird vom DRV genutzt, erfolgreiche U-17-Ruderer sowie U-19-Kräfte an das internationale Geschäft heranzuführen. Der diesjährige Baltic Cup findet am 29. und 30. September im polnischen Kruszwica statt.

Auch Maren Röwekamp und Carla Kunze, die auf der Jahrgangsmeisterschaft im U-19-Vierer ohne Steuerfrau nur knapp eine Medaille verpassten, wurden mit ihren Partnerinnen für den Baltic Cup nominiert. Der Doppelvierer mit Leerkamp wird von ORV-Trainer Martin Schawe trainiert.


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