Deutsche Meisterschaft im Schwimmen Bergmann fährt ohne Erwartungsdruck zur Schwimm-DM

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Der Erwartungsdruck schwimmt dieses Mal nicht mit, wenn Jonas Bergmann bei der DM startet. Foto: Swaantje HehmannDer Erwartungsdruck schwimmt dieses Mal nicht mit, wenn Jonas Bergmann bei der DM startet. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Nach einem durchwachsenen Jahr hat Schwimmer Jonas Bergmann die Ansprüche heruntergeschraubt: Vor der Deutschen Meisterschaft, die am Donnerstag in Berlin beginnt, macht der 23-Jährige von der SG Osnabrück keine großen Kampfansagen.

Am Mittwoch brechen Bergmann, Jannis Vornholt, Bénice Schütte und Trainerin Janina Braun nach Berlin auf. „Ich gehe die DM ein bisschen entspannter und ohne große Erwartungen an“, sagt Bergmann. 2015 Deutscher Meister über 50 Meter Schmetterling,2016 Sieger auf der gleichen Strecke2016 Sieger auf der gleichen Strecke bei der Kurzbahn-DM, danach lief es nicht so rund. Das sei vor allem Kopfsache gewesen, hat Bergmann analysiert.

Nach Schulterproblemen „das Beste draus machen“

Osnabrücks Schwimm-Aushängeschild hat die Ziele heruntergeschraubt, „bevor ich mir selber so viel Druck mache“. Schulterprobleme kosteten ihn im späten Frühjahr drei Wochen lang das Training. „Ich will das Beste aus der Situation machen“, sagt Bergmann. In Medaillen will er seine Leistung nicht mehr messen. Das A-Finale zu erreichen, vor allem über 50 Meter Schmetterling, „wäre schön“, sagt der 23-Jährige: „Das Gefühl, bei einer Deutschen Meisterschaft im Finale zu schwimmen, ist etwas Besonderes. Bahn an Bahn mit der deutschen Elite – das gibt einem einen kleinen Kick.“

Weil die deutschen Topschwimmer zweieinhalb Wochen vor der Europameisterschaft in Glasgow ihre Visitenkarten bei der DM abgeben wollen, erwartet Bergmann ein attraktives Teilnehmerfeld in Berlin. Das heißt aber im Umkehrschluss auch: Die Finalläufe sind nicht einfach zu erreichen. „Ich habe mir echt nichts vorgenommen“, sagt Bergmann, „solange ich mein Bestes gegeben habe, kann ich gar nicht unzufrieden sein – egal, was passiert.“

Trainerin Braun: Nötige Lockerheit ist immer gut

Trainerin Janina Braun traut Bergmann eine Finalteilnahme zu. Der lockeren Herangehensweise ihres Schwimmers kann sie etwas abgewinnen: „Der Fokus kommt spätestens auf dem Wettkampf. Die nötige Lockerheit ist aber immer gut“, sagt sie. Am Freitag schwimmt Bergmann über 50 Meter Schmetterling und 100 Meter Freistil. Am Sonntag folgen 50 Meter Freistil.

Schütte und Vornholt am Donnerstag im Rennen

Bereits am Donnerstag sind Bénice Schütte und Jannis Vornholt im Rennen. Schütte startet über 50 Meter Brust. Nach längerer Verletzungspause ist die SGO-Trainerin schon froh über die Qualifikation der 18-Jährigen für ihre vierte offene DM. Ein Stadtrekord „wäre traumhaft“, sagt Braun, aber sie weiß auch: „Das ist ein sehr großes Ziel.“

Vornholt in Juniorenwertung vorn?

Rücken-Spezialist Jannis Vornholt trifft auf eine zahlenmäßig überschaubare, aber starke Konkurrenz. Für den 19-Jährigen, der im vergangenen Jahr Deutscher Meister des Jahrgangs 1999 wurde, rechnet Braun mit einem guten Platz in der Juniorenwertung. „Wenn er Bestzeit schwimmt, kann er seine gute Platzierung wiederholen“, hofft die Trainerin. Vornholt startet insgesamt dreimal in Berlin.

Wie im Vorjahr verzichtet die SGO auf eine Staffel-Meldung. „Wir wären nicht konkurrenzfähig“, sagt Braun.


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