Osnabrücker Motorsportler Ein Tag, zwei Rennen: Schrey siegt am Nürburgring und in Portugal

Von Johannes Kapitza


Osnabrück. Der Osnabrücker Motorsportler Michael Schrey hat in seiner Karriere zwei weitere Rennen gewonnen – an einem Tag. Gemeinsam mit seinen Teams siegte er bei der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring und beim 24-Stunden-Rennen im portugiesischen Portimão.

Viereinhalb Stunden lang saß der Osnabrücker Rennfahrer Michael Schrey am vergangenen Wochenende im Auto – und zwischendurch lange im Flieger, denn er nahm an der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring und am Langstreckenrennen im portugiesischen Portimão teil. Möglich machte das eine Kooperation seines Bonk-Motorsport-Teams mit dem Schweizer Hofor-Racing-Team.

Von Portugal zum Nürburgring und wieder zurück

Nach zwei Trainingstagen in Portugal war Schrey freitagabends wieder nach Deutschland geflogen, um am Samstag das Qualifying für die VLN zu fahren. Beim folgenden Vier-Stunden-Rennen um die 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy saß Schrey nur zu Beginn am Steuer. „Den letzten Teil des Rennens konnte ich nicht mehr mitmachen. Ich bin noch während des Rennens zum Flughafen gefahren, weil die Autos in Portugal schon auf der Strecke waren“, sagt der Rennfahrer.

Für ihn begann eine Phase des Bangens: „Bei so einem engen Zeitplan darf kein Flug ausfallen oder sich verspäten“, sagt Schrey. Zum Glück bestätigten sich die Befürchtungen nicht.

Zwei Rennen, zwei Siege

Der Flieger landete pünktlich, die 70 Kilometer zur Rennstrecke waren im Mietwagen kein Problem und im Rennwagen kam Schrey auch noch für rund drei Stunden des 24-Stunden-Rennens zum Zuge. Auch die Zweifel aus dem Flieger zerstreuten sich. „Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, fragt man sich schon, warum man sich die Strapazen antut. Portugal liegt ja nicht mal eben um die Ecke.“ Im Ziel durfte sich Schrey mit seinen Teamkollegen als Sieger der BMW-Cup-Klasse feiern lassen – mit deutlichem Abstand zu den Verfolgern. Und auch vom Nürburgring gab es gute Nachrichten. Sein Kollege am Steuer, Marc Ehret, lenkte den BMW M235i ebenfalls zum Klassensieg.

„Einmal im Jahr ist das zu verkraften“

„Wenn man doppelt erfolgreich ist, freut man sich umso mehr“, hat sich der Aufwand für Schrey rückblickend gelohnt, auch wenn er nach dem doppelten Rennerlebnis „doch ganz schön kaputt“ war. Ein bisschen verrückt möge das Unterfangen von außen ausgesehen haben, räumt Schrey ein. „Es war aber klar, dass ich an jenem Wochenende einmal die Doppelbelastung haben würde, wenn ich die VLN und Langstreckenrennen fahren will. Einmal im Jahr ist das dann zu verkraften.“