Demuth Geheimfavorit Schatz feiert Premiere beim Osnabrücker Bergrennen

Von Sportredaktion

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Hilter. Beim am 4. und 5. August in Borgloh stattfindenden 51. Osnabrücker Bergrennen zählt der Luxemburger Guy Demut zu den Geheimfavoriten. Zudem kommt der Franzose Nicolas Schatz zum ersten Mal an den Borgloher Berg – mit einem Elektrorennwagen.

Siebenmal gewann Schatz die renommierte französische Bergmeisterschaft. Beim Osnabrücker Bergrennen 2018 fährt er den Flash 4, einen Rennwagen mit Elektroantrieb. Das ist eine kleine Sensation, rümpfen viele namhafte Bergpiloten doch über den Motorsport aus der Steckdose die Nase. Ist die Zukunft des Bergrennsports elektrisch? „Ich hoffe nicht“, sagt der Italiener Simone Faggioli, zehnfacher Berg-Europameister, „dann bleibe ich zu Hause.“ Manchem Zuschauer geht es ähnlich.

Schatz ficht das nicht an: Beim 6. E-Mobil-Berg-Cup am Uphöfener Berg will er die Renntauglichkeit des Elektromotors beweisen. „Die Elektroszene entwickelt sich immer weiter“, sagt Rennleiter Michael Schrey, „gerade auch im Motorsport. Das beste Beispiel ist Pikes Peak, das berühmte Bergrennen in den USA, wo ein Elektro-Prototyp den Streckenrekord in diesem Jahr geradezu pulverisiert hat. Solche Ergebnisse erhöhen natürlich auch die Akzeptanz. Ich bin gespannt, wie sich der Flash 4 in Osnabrück präsentieren wird und wie ein Pilot wie Schatz sein Potenzial abrufen kann.“

Sein Potenzial ebenfalls abrufen möchte Demuth. Der beliebte Luxemburger Bergrennsportler, Gesamtsieger des Osnabrücker Bergrennens 2010 und 2011, startet in diesem Jahr mit einem von ihm neu aufgebauten offenen Rennsportwagen. In seinem wunderschönen Norma M20 FC hat Demuth einen leitungsstarken, deutlich über 500 PS starken Judd-Motor eingebaut und gleich bei seinen ersten Starts in der europäischen Bergszene beachtliche Erfolge erzielt. Unter anderem belegte er beim thüringischen Glasbachrennen ebenso einen hervorragenden vierten Platz im Gesamtklassement wie beim Kultrennen im portugiesischen Falperra. Damit avanciert der mehrfache Meister des Großherzogtums zu einem der Geheimfavoriten auf eine Top-Platzierung bei der diesjährigen Auflage des Osnabrücker Bergrennens. Für beste Stimmung im Fahrerlager sorgt das Team um Teamchef und Fahrer Demuth allemal.

Einen exzellenten Ruf genießt das Bergrennen bei den Piloten der hochkarätigen französischen Bergmeisterschaft. So lässt sich wohl erklären, dass sich die nächste Fahrzeugsensation für die 51. Auflage ankündigt. Der französische Vizemeister von 2016 und Dritte in 2017 Philippe Schmitter plant mit dem neu aufgebauten Renault R.S. 01 auf der 2,030 Kilometer langen Rennstrecke dabei zu sein. Die Fans werden das wunderschöne Fahrzeug, das vom Team Petit vorbereitet wurde und betreut wird, mit einem grandiosen Sound erleben. Neben den Starts in Frankreich wird der Bolide auch bei einigen Läufen der Europa-Bergmeisterschaft eingesetzt. spo


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