Deutscher Meister mit U17 Ex-VfLer Wengerowski erfüllt sich beim BVB großen Traum

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Osnabrück. In einem Jahr vom Landesligaspieler zum deutschen Meister in der U17: Ein „unbeschreibliches Gefühl“ war es für den Ankumer Fußballer Malte Wengerowski, als er sich in seiner ersten Saison nach seinem Wechsel vom VfL Osnabrück zu Borussia Dortmund mit dem 3:2-Sieg im Endspiel beim Gastgeber Bayern München „einen Traum erfüllte“.

2500 Zuschauer im Stadion im Bayern Campus und viele mehr vor dem TV bei der Liveübertragung: „Ich war beim Frühstück vor dem Finale schon nervös, beim Aufwärmen gelang es mir, alles andere als die anstehenden 80 Minuten auszublenden“, sagt der 17-Jährige, der die 2:1-Führung vorbereitet hatte. Zweimal hatte Bayern eine Dortmunder Führung ausgeglichen. Doch dann hatte der BVB das bessere Ende für sich. „Der Sieg ist verdient, denn wir haben unsere Chancen genutzt und waren als Mannschaft besser“, urteilt der Linksaußen.

Nach den Feierlichkeiten samt einer Wasserdusche für Trainer Sebastian Geppert und der Ehrung im Stadion verließ Wengerowski als einer der letzten Spieler den Rasen. Das DFB-Schild „Deutscher Meister“ mit dem Dortmunder Vereinswappen nahm er kurzerhand mit in die Kabine. Als er es dort hochhielt und lauthals „Deutscher Meister ist nur der BVB“ anstimmte, stimmten die Mitspieler in einen Dauergesang ein. 30 Fans bereiteten dem Kader später am Dortmund Airport einen großen Empfang mit Autogramm- und Fotowünschen.

Vertrag beim BVB verlängert

Prächtig war die Stimmung auch auf Mallorca, wo die Mannschaft mit dem sportlichen Nachwuchsleiter Edwin Boekamp den Erfolg feierte. Bereits in der Bundesliga West hatte das Team mit neun Zählern Vorsprung auf Bayer Leverkusen die Erwartungen mehr als erfüllt. „Wir haben den Titel – aber auch die letzten Tage und Stunden in dieser Gemeinschaft – richtig genossen. Schließlich verlassen einige Spieler den Verein“, sagt der Stammspieler, der sich die ersten Wochen nach seinem Wechsel an das höhere Tempo gewöhnen musste, sich rasch im neuen Mannschaftskreis wohlfühlte, in 24 von 26 Spielen dabei war und acht Bundesliga-Tore erzielte sowie sechs Assists verbuchte. Das Ankumer Talent hat seinen Vertrag für die beiden A-Junioren-Jahre verlängert und spielt somit weiterhin in der höchsten Spielklasse.

(Weiterlesen: Drei Bramscher Nachwuchskicker gehen ihren Weg)

Nach seinem Wechsel aus der U13 des SC Achmer/Ueffeln zum VfL Osnabrück hatte Wengerowski ein Jahr unter Tim de Groot und drei unter Christian Lichte trainiert. „Christian hat mich stark gefordert und gefördert“, lobt er. In seiner ersten BVB-Saison wohnte er in der Heimat. Nach seinem Realabschluss in Bramsche zieht der 17-Jährige nun nach Dortmund, wo er bei Gasteltern wohnt und das Gymnasium besucht. „Ich bin nicht naiv. Wenn ich meinen Profitraum aus Verletzungs- oder aus Leistungsgründen nicht umsetzen kann, brauche ich einen guten Schulabschluss und einen Plan B“, betont Wengerowski.

Doch sein sportlicher Erfolgshunger ist noch lange nicht gestillt. „Natürlich würde ich in der U19 gerne wieder den Titel in der Bundesliga West gewinnen – und dann am liebsten nochmal die deutsche Meisterschaft“, sagt Wengerowski.


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