Keine Ruhepause Für Deutsche Meister vom ORV beginnt bereits die lange WM-Vorbereitung

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Osnabrück Gemischte Gefühle herrschten bei den erfolgreichsten Startern des Osnabrücker Ruder-Vereins nach der Deutschen Meisterschaft in Köln: Während sich Marcel Teckemeyer und Paul Seiters nach dem Sieg im Vierer ohne Steuermann ebenso befreit freuten wie Paul Leerkamp nach dem Gold im Einer, ist Pia Greiten trotz ihres Erfolgs im Zweier im Zwiespalt.

„Es geht“ – so fasst Greiten spontan ihr Wochenende auf dem Fühlinger See zusammen. Auf der Papierform lesen sich ihre Erfolge indes prächtig. Im U-23-Doppelzweier hatte sie mit der Düsseldorferin Leonie Menzel von Beginn an geführt und unangefochten gewonnen. „Und das, obwohl es unser erstes gemeinsames Renen war und wir vorher kaum zusammen trainiert hatten“, sagt die 21-Jährige.

Ihr eigentliches Ziel war ein Doppelsieg. Im Einer war sie als Titelverteidigerin an den Start gegangen und nach dem Saisonverlauf klarer Favorit. „Doch dann habe ich mich psychologisch in den Nachteil gebracht“, erklärt die Bissendorferin, die Dritte wurde: „Anderthalb Wochen vor der DM habe ich entschieden, das Boot zu wechseln. Es hat nicht funktioniert“, sagt Greiten, die im Vorjahr im Einer und Vierer den DM-Titel holte und im Vierer WM-Dritte wurde.

Vom 26. bis 28. Juli startet sie bei der Weltmeisterschaft im polnischen Posen im Zweier. Wie ihre 19-jährigen Vereinskameraden Paul Seiters und Marcel Teckemeyer, die in Köln den DM-Titel im U-23-Vierer ohne Steuermann gewannen und Zweite im Achter wurden. Am Mittwoch startet die Vorbereitung bis zum 22. Juli mit dem DRV-Kader in Ratzenburg, dann gehts es auf nach Polen.

„Weil wir in der klaren Favoritenrolle waren – die man erstmal im Wettkampf bestätigen muss –, war es sehr befreiend, als Erster anzukommen“, sagt der Ruller nach seiner vierten DM-Teilnahme. Auch bei Teckemeyer war die Freude groß: „Es ist riesig, wenn sich der intensive Aufwand, den man über die Saison für die DM-Teilnahme betreibt, auszahlt“, sagt der Dodesheider, der mit Seiters an den letzten acht Wochenenden entweder in Hamburg und Ratzenburg mit den hanseatischen Mitstreitern aus dem Vierer trainierte oder an einer Regatta teilnahm. Auch die nächsten vier Wochenenden werden komplett vom Rudern bestimmt.

Wie Greiten verfügen beide bereits über WM-Erfahrung: Während Seiters im Vorjahr mit Teckemeyer DM-Sieger und WM-Siebter im Vierer wurde, feierte Teckemeyer 2016 im Achter – damals noch mit dem Osnabrücker Jonathan Reitenbach – den Sieg bei der deutschen Meisterschaft, Europameisterschaft und Weltmeisterschaft. Für die WM ist zudem Steuerfrau Elisa Saks vom ORV qualifiziert – im U-23-Vierer, mit dem sie ebenso wie im Achter Silber bei der DM holte.

Seine erste deutsche Meisterschaft feierte indes Paul Leerkamp. Im Vorjahr DM-Zweiter im Einer und Achter, hatte der 16-jährige Osnabrücker diesmal im Einer nur ein Ziel: Seine erste Goldmedaille. Im U-17-Finale legte er auf den ersten 500 Metern los wie die Feuerwehr und verteidigte seine Führung souverän: „Wenn man sich einen klaren Vorsprung erarbeitet hat und das Gefühl da ist, dass es diesmal gut klappen kann, werden neue Kräfte frei“, sagt Leerkamp: „Aber es war sau anstrengend.“ Für die Altersklasse U17 gibt es noch keine WM. Dafür darf der Osnabrücker stark auf die Teilnahme am Baltic-Cup im September in Polen hoffen.


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