NOZ-Kolumne „Die WM und ich“ Polnischer Trainer Wanik: Zu viel Fokus auf Standards gelegt

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Ein Fachmann: Marek Wanik. Foto: Philipp HülsmannEin Fachmann: Marek Wanik. Foto: Philipp Hülsmann

Zur Fußball-WM präsentieren wir Personen mit regionalem Bezug, die von ihren Eindrücken und Erwartungen berichten. Heute: Marek Wanik. Der aus Polen stammende und in Osnabrück lebende Fußballlehrer ist für den NFV tätig.

Herr Wanik, wie enttäuscht sind Sie über die polnische Auftaktpleite?

Sehr enttäuscht. Wie bei der deutschen Mannschaft wird auch unser zweites Spiel gegen starke Kolumbianer bereits ein Endspiel. Die Kolumbier agieren genauso robust wie die Senegalesen. Wir müssen auf alles gefasst sein.

Was waren die größten Probleme des polnischen Spiels?

Die Defensive hatte nicht nur im Abwehrverhalten Schwierigkeiten, sondern auch im Aufbauspiel. Es gibt zu wenig Varianten, um konstruktiv ins Mittelfeld zu kommen. Wir haben mit zu vielen langen und hohen Bällen gegen einen kopfballstarken Gegner operiert und es verpasst, auch mal im Eins-gegen-Eins ins Mittelfeld vorzustoßen. Uns fehlte die Ball- und Passsicherheit. In der Kreativzone vor dem gegnerischen Strafraum ging somit auch wenig zusammen, wir haben zu wenig Chancen herausgespielt. Es wird sich zu viel auf Standards verlassen – und auf das große Potenzial von Lewandowski.

Der kaum Vorlagen erhielt und blass blieb…

Lewa ist zu sehr in die defensiven Aufgaben eingebunden – er muss fast wie ein Mittelfeldspieler agieren. Er braucht aber mehr Freiheiten nach vorne. Das Mittelfeld muss Laufwege für ihn mit übernehmen, wenn er seine Stärken ausspielen soll.


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