Niemann und Klostermann in Moskau dabei Osnabrücker WM-Fahrer feiern Gastfreundschaft der Russen

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Drückten Deutschland in Moskau vergeblich die Daumen: Die Osnabrücker Henning Niemann und Daniel Klostermann. Foto: KrausDrückten Deutschland in Moskau vergeblich die Daumen: Die Osnabrücker Henning Niemann und Daniel Klostermann. Foto: Kraus

Sie sind begeistert von der Gastfreundschaft der Russen, reisen nach 2016 wieder zur Endrunde eines großen Turniers mit der Nationalelf – und hatten schon vor der Auftaktpleite gegen Mexiko nicht das Gefühl, dass Deutschland Weltmeister wird. Dennoch genossen die Osnabrücker Henning Niemann und Daniel Klostermann die WM-Atmosphäre vor Ort im Luschniki-Stadion.

Bereits bei der EM 2016 trafen die beiden Mitglieder der Sportfreunde Schledehausen auf den NOZ-Reporter – damals zufällig auf einem Autobahnparkplatz irgendwo in Frankreichs Provinz. Diesmal haben sie direkt mit der Redaktion Kontakt aufgenommen – die Verabredung im Trubel der Fanmassen an der Lenin-Statue vor dem Luschniki-Stadion klappt. „Wir sind von Donnerstag bis Dienstag mit etwa 250 anderen deutschen Fans in einem Camp, 20 bis 30 Kilometer vor den Toren Moskaus“, erzählt der 38-jährige Niemann durchaus begeistert angesichts der Besuche von DFB-Präsident Reinhard Grindel sowie Reinhard Rauball als weiteren Angehörigen der Delegation und Moderatorin Laura Wontorra als optischem Highlight mit Fußball-Sachverstand.

Seit 2006 besucht Niemann Spiele der Nationalelf. „Mein absolutes Highlight bisher war der 1:0-Sieg gegen Polen in der Nachspielzeit im zweiten Gruppenspiel, den ich live im Stadion erlebt habe. Wir haben nach dieser Stimmungsexplosion auf dem Weg zum Auto bestimmt 10 Minuten fast andächtig geschwiegen – noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich daran denke“, sagt der 2. Vorsitzende der Sportfreunde Schledehausen.

Der ein paar Jahre jüngere Klostermann ist seit 2012 bei großen Turnieren mit der Nationalelf dabei: „Das 1:0 gegen Portugal zum Auftakt war unspektakulär, im Gegensatz zur Reise nach Lemberg in die Ukraine: 24 Stunden hin, 26 zurück“, erinnert er sich an seine erste Partie. Dass Deutschland in Russland den Titel verteidigen kann, glauben beide nicht. „Bauchgefühl und zu viel Unruhe rund um das Team“, nennen beide als Gründe.

Trotz der Auftaktpleite gegen Mexiko, wo unter anderem die beiden im Kreise des Fanclubs Nationalmannschaft vergeblich gegen die lautstärkentechnische Übermacht der mexikanischen Fans ansangen, bleibt für die beiden der Trip nach Russland in guter Erinnerung – nicht nur wegen der Stimmung im Fancamp, sondern auch wegen der Russen vor Ort. Der Bruder des Arbeitskollegen von Klostermanns Vater wohnt in Moskau – und er habe sie, obwohl er sie gar nicht kannte, durch die ganze Stadt gefahren, zum Essen eingeladen und ihnen die schönsten Plätze gezeigt. „Wir können wirklich nur bestätigen, wie überwältigend die Gastfreundschaft der Russen ist“, sagt Klostermann.


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