Mountainbike, geeignet von 14 bis 73 24-Stunden-Rennen am Alfsee: Breitensport als Spitzenevent

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Die zwischen den Bäumen gespannten Bänder flattern im leichten Wind, die Strecke ist abgesteckt und das Equipment zur Zeiterfassung liegt bereit: Nun freuen sich die Organisatoren des 24-Stunden-Mountainbike-Rennens vor dem Startschuss am Samstag um 14 Uhr am Alfsee auf die Anreise der Teilnehmer.

Rieste. „Wir haben Anmeldungen aus Spanien, Dänemark und sogar Irland“, freut sich Daniel Meier über die zunehmende Internationalität im Starterfeld, dass auch bezüglich der Alters-Spannbreite der etwa 1300 Fahrer glänzt: Mit den 14-jährigen Benedikt Horst, Nils Kluttig und Leonard Leimbrock sowie den 15-jährigen Evke Lotta Hollwedel, Renée Margner, Sue Schievelkamp und Lilian Kammel ist der regionale Nachwuchs ebenso vertreten wie die Senioren: Neben der 60-jährigen Brigitte Goldbach wagt sich auch der 73-jährige Hans-Jürgen Nerbas aus Bramsche (Startnummer 1126) einmal mehr einen Tag- und Nacht-Zyklus lang querfeldein durchs Naturschutzgebiet um den Alfsee auf die reizvolle Runde.

Diese haben Meier, Uwe Reinkemeyer-Lay und weitere Helfer wie etwa Tim Tecklenburg auf dem Rasenmäher seit Tagen abgesteckt und vorbereitet. „Ich bin momentan jeden Abend hier, meist auch tagsüber. Ich finde, dass es jetzt auch losgehen kann“, steigt bei Meier die Vorfreude auch angesichts der guten Wetterprognose für die kommenden Tage.

Schon am heutigen Freitag beginnt das Rennwochenende: Bei den Schülermeisterschaften mit Geschicklichkeitsprüfung auf dem Parkplatz sowie folgenden Rennen auf einer Teilstrecke der 24-Stunden-Runde sind viele Nachwuchsfahrer aus dem Osnabrücker Land am Start. Spektakel verspricht auch das Kinderrennen am Sonntagmorgen. Zum Hauptlauf müssen sich alle Teilnehmer schon um 13 Uhr auf dem Platz vor dem Bootshaus zur Fahrerbesprechung einfinden. Dort bekommen sie die Infos zur Streckenführung durch die neu gebaute Ferienwohnsiedlung „Germanenland“ sowie die Verlegung der Wechselzone, die nun – für die Staffelteams besonders wichtig – vor Start und Ziel am Bootshaus liegt.

Genau zuhören wird dann auch Michael Büttner. Der Franke (Jahrgang 1959) lebt seit einem Schlaganfall mit einer Behinderung – die aber kein Grund für ihn ist, auf den Start zu verzichten. Im Gegenteil: „Das Langstreckenrennen ist für mich eine Art Therapie. Der Ausdauersport befreit mich von negativen Gedanken“, sagt Büttner, der bereits im vergangenen Jahr am Alfsee am Start war – und in der Kategorie Handicap gewann.

Nicht nur wegen der perfekten Vorbereitung auf seinen geplanten „Megaritt“ von Flensburg nach Garmisch über 1105 Kilometer in drei Wochen freut sich Büttner auf seine Rückkehr an den Alfsee. „Top-Logistik, Top-Verpflegung und Top-Mitarbeiter, die sehr viel Liebe in ihr Tun stecken: Man hat das Gefühl, in dieser großen Familie integriert zu sein“, sagt der Münchberger vor der achten Auflage des Familientreffens – und spricht damit sicher nicht nur für sich alleine.


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