Schwimmer verhandeln über Ausstieg VfL Osnabrück will SG Osnabrück verlassen

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Der Schwimmleistungssport soll künftig nicht mehr bei der SG Osnabrück, sondern beim VfL Osnabrück beheimatet sein. Foto: Swaantje HehmannDer Schwimmleistungssport soll künftig nicht mehr bei der SG Osnabrück, sondern beim VfL Osnabrück beheimatet sein. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Die Schwimmer des VfL Osnabrück wollen sich stärker dem Leistungssport widmen und die Startgemeinschaft Osnabrück (SGO) verlassen. Momentan verhandelt der VfL mit den beiden SGO-Partnern Osnabrücker SC und SSC Dodesheide über einen vorzeitigen Ausstieg zum 31. Juli.

Der VfL könnte den SGO-Vertrag regulär zum 30. Juni kündigen und dann mit Wirkung zum Jahresbeginn 2019 aussteigen, erklärte Harry Krogull, Abteilungsleiter der VfL-Schwimmer. Die Lila-Weißen verhandeln über einen früheren Abschied, weil sie gerne schon zum Saisonstart im Sommer unter eigener Flagge ins Rennen gehen würden.

„Wir wollen den Spitzenleistungssport weiter vorantreiben“, erklärt Krogull die Pläne des VfL. Dazu gehöre zum Beispiel eine intensivere Nachwuchsförderung in Form von Trainingslagern. Mit aktuell 600 Mitgliedern in der Schwimmabteilung habe der VfL großes Potenzial, vor allem im Nachwuchs, sagte Krogull. Ihm ist wichtig zu betonen: „Wir streiten uns nicht, aber wir haben einfach unterschiedliche Ziele.“ Das, was der VfL vorhabe, könnten sich die anderen beiden Partner nicht leisten.

Der SSC Dodesheide und der OSC wollen die SGO auch ohne den VfL „allein schon aufgrund ihrer Tradition gerne aufrechterhalten“, sagt SSC-Vorsitzender Tobias Schimmöller. Allerdings könne sein Verein nicht den Aufwand ins Schwimmen investieren, „wie ihn der VfL betreiben will“. In der SGO soll der Fokus auf dem Wettkampfsport für junge Einsteiger sowie auf dem Masterssport für die älteren Sportler liegen, damit die Angebote im Schwimmen außerhalb des Leistungssports nicht völlig brachliegen. Im Spitzensport wolle die SGO dem VfL keine Konkurrenz machen. „Das macht keinen Sinn“, kündigte Schimmöller an.

Der Osnabrücker SC hält sich in Sachen SGO zurück: Sascha Bartsch, stellvertretender Vorsitzender und Verhandlungsführer für seinen Verein und den SSC, wollte sich mit Verweis auf die laufenden Gespräche noch nicht äußern. Geschäftsführer Hendrik Witte erklärte derweil bei der Jahreshauptversammlung frei heraus, dass der Ausstieg des VfL bevorsteht.


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