Trennung von US-Quarterback Tigers resignieren trotz miserablem Saisonstart nicht

Von Sven Hallmann-Schüer

Weiter auf dem Feld gefragt: Trainer Cam Richmond. Foto: David EbenerWeiter auf dem Feld gefragt: Trainer Cam Richmond. Foto: David Ebener

shal Osnabrück. Mit großer Euphorie waren die Footballer der Osnabrück Tigers in die Oberliga-Saison gestartet. Nach der Eingliederung als Abteilung in den Osnabrücker SC gab sich das Team ambitioniert, verpflichtete einen neuen Cheftrainer und neuen Quarterback aus den USA. Zum Auftakt gab es allerdings drei klare Niederlagen. Trotzdem blicken die Tigers positiv in die Zukunft.

Mit großer Euphorie waren die Footballer der Osnabrück Tigers in die Oberliga-Saison gestartet. Nach der Eingliederung als Abteilung in den Osnabrücker SC gab sich das Team ambitioniert, verpflichtete einen neuen Cheftrainer und neuen Quarterback aus den USA. Zum Auftakt gab es allerdings drei klare Niederlagen. Trotzdem blicken die Tigers positiv in die Zukunft.

Die Parallelen zur Vorsaison sind erdrückend. Damals gingen die Tigers in ihre erste Oberliga-Spielzeit nach dem Regionalliga-Abstieg und peilten den direkten Wiederaufstieg an. Auch damals kassierte das Team drei Niederlagen zum Auftakt, mussten damals aber deutlich weniger Punkte hinnehmen: Aktuell stehen 53:133 Zähler in der Bilanz. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 43:78 Punkte.

Bei der 26:49-Niederlage gegen die Wolfsburg Blue Wings am Pfingstsamstag stand zudem der neue Quarterback Daren Ross jr. überraschend nicht mehr im Aufgebot. Stattdessen übernahm Cheftrainer Cam Richmond die Position des Spielmachers und erlief immerhin zwei Touchdowns. Grund für das Fehlen des etatmäßigen Quarterbacks war ein familiärer Schicksalsschlag, wegen dem der US-Amerikaner zurück in seine Heimat geflogen ist. „Cam, Daren und ich haben uns zusammengesetzt und sind zum Schluss gekommen, dass es am sinnvollsten ist, sich zu trennen“, sagt Tom Hornung. Der stellvertretende Abteilungsleiter ist für die sportlichen Belange zuständig. Kleinigkeiten hätten den Ausschlag zu dieser Entscheidung gegeben, etwa, dass Ross jr. erst spät zum Team gestoßen war und wenig Zeit hatte, sich auf das System der Tigers einzustellen. „Wir trennen uns im Guten“, betont Hornung.

Beim nächsten Heimspiel gegen Aufsteiger Hannover Grizzlies am 3. Juni (15 Uhr) in Atter wird Cheftrainer Richmond erneut als Quarterback auflaufen. Die Tigers sehen diese Maßnahme nur als Übergangslösung. „Der Plan ist, noch jemanden zu holen, aber nicht unbedingt aus den USA. Es kommt auch darauf an, wer verfügbar ist und was das Budget hergibt. Wir können uns auch vorstellen, die Defensive zu verstärken“, sagt Hornung, der mit Kandidaten in Kontakt steht. Spruchreif sei allerdings noch nichts.

Klar ist, dass sich die Tigers im Training steigern müssen. „Wenn wir nur in der Defensive ansetzen müssten, würden wir uns freuen“, so Hornung. Abstimmungsfehler, nicht gesetzte oder verpasste Blocks und nicht gefangene Bälle nennt er als Gründe für die Niederlagen. „Wir sind natürlich nicht zufrieden mit den Ergebnissen. Der Aufstieg war das Ziel. Jetzt gilt es, das Beste zu geben, uns einzuspielen und von Spiel zu Spiel zu schauen. Wir haben aber gezeigt, dass wir das Potenzial haben zu gewinnen“, blickt Hornung trotz miserabler Startbilanz positiv in die Zukunft. Ein Hoffnungsschimmer: Die Trainingsbeteiligung, die vor zwei Wochen noch ein größeres Problem war, habe sich inzwischen deutlich verbessert.


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