U14-Basketballerinnen jubeln BBC Osnabrück ist Deutscher Meister – „Es ist total irre“

Von Ansgar Maßbaum

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Osnabrück. Für den goldenen Konfettiregen bei der Siegerehrung hatten die Fans der BG Bonn selbst gesorgt. Allerdings flog der Glitter nur für den Zweitplatzierten. Die Goldmedaillen und der deutsche Meistertitel blieben bei den U14-Basketballerinnen des BBC in Osnabrück.

Es war ein kleines Sommermärchen, das sich am Wochenende in der Schlosswallhalle abspielte. Im Final-Four-Turnier der U14-Mädchen behielt der BBC Osnabrück im „Finale dahoam“ gegen die BG Bonn mit 50:48 die Nerven und sicherte sich die Meisterschaft.

Frieda Bühner: Kann es noch gar nicht begreifen

Nach der erlösenden Schlusssirene gab es bei Spielerinnen, Fans und Verantwortlichen der „Black Bulls“ aber kein Halten mehr. Ohrenbetäubender Jubel brandete auf, die Mannschaft hüpfte durch die Halle, Tränen der Freude wurden vergossen. „Es ist total irre. Die Mannschaft hat auf einem so hohen Niveau gespielt – ich kann es noch gar nicht begreifen. Das war ganz stark“, strahlte BBC-Kapitänin Frieda Bühner, die nach einem Nasenbeinbruch mit Gesichtsmaske spielte.

Trainer Jörg Scherz: Haben Großes geleistet

„Ich bin unfassbar stolz auf die Mädchen, denn sie haben Großes geleistet. Man hat gesehen, dass sich zwei Teams auf Augenhöhe im Finale gegenüberstanden“, fasste es Trainer Jörg Scherz treffend zusammen. Seine Mannschaft hatte am Samstag im Halbfinale „ein hartes Stück Arbeit“ erledigen müssen. In einem hoch spannenden, emotionsgeladenen Spiel besiegten die Osnabrückerinnen die DJK Bamberg mit 63:48. Bonn war durch einen 66:45-Erfolg gegen den TV Hofheim ins Endspiel eingezogen.

Gänsehautstimmung schon vor dem Finale

Schon als vor dem Finale die Nationalhymne gespielt wurde, herrschte Gänsehautstimmung. Der BBC kam gut in die Partie und führte schnell mit 5:0. Bonn aber legte die Anfangsnervosität ab und konterte. Zur Halbzeit lagen die Bulls, die von ihrem Anhang mit Vuvuzelas, Trommeln, Klatschpappen und Glocken lautstark angepeitscht wurden, mit 15:20 zurück. „Wir haben es geschafft, in der zweiten Hälfte unser Spiel konsequenter durchzudrücken. Wir haben als Team flexibler gespielt und mit ganz viel individueller Klasse die Probleme gelöst“, analysierte Scherz das Spiel nach einer Wasserdusche durch seine Spielerinnen.

BBC Osnabrück dreht Rückstand nach der Halbzeitpause

Der BBC war danach gieriger und wieder zielstrebiger in seinen Aktionen. Als Frieda Bühner in der 26. Minute zum 29:29 ausglich, stand die Halle Kopf. Lilly Rüße, Luise Hansmann und Jana Lüschenheide legten in dieser entscheidenden Phase nach und erhöhten auf 35:29. Doch es blieb spannend bis zuletzt, da sich Bonn nicht gänzlich abschütteln ließ und im Schlussabschnitt vier Minuten vor dem Ende zum 43:43 erneut ausglich. Das Nervengerüst bei den Bulls hielt aber stand. Mona Landwehrs Treffer zum 50:46 (39.) brachte die endgültige Entscheidung. „Es ist schon erstaunlich, wie sich die Mannschaft im letzten Jahr entwickelt hat. Wir sind ein richtiges Team, jeder kämpft für jeden – einfach sensationell“, jubelte Co-Trainerin Ann-Sophie Ossowski, während Queens „We are the Champions“ aus den Lautsprechern dröhnte.

Vorsitzender Andreas Bühner: Ich bin überwältigt

„Ich bin überwältigt, mit welcher Leidenschaft die Sportlerinnen auf dem Feld gekämpft haben. Das war allerhöchstes Niveau“, sagte BBC-Vorsitzender Andreas Bühner und hatte nicht nur sportlichen Grund zur Freude: Der 2014 gegründete BBC verdiente sich als DM-Gastgeber viel Lob und Anerkennung von Gastmannschaften und Verbandsvertretern. „Mein Dank gilt allen Helfern, die es braucht, um so ein Event gelingen zu lassen. Wir haben von allen Mannschaften sehr positive Resonanz bekommen.“


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