Fußballkreise arbeiten an Fusion zur Saison 2020/21 Wie viele Kreisligen gibt es künftig in Stadt und Landkreis Osnabrück?

Von Christoph Schillingmann

Neues Terrain erwartet möglicherweise die Kreisligafußballer – wie hier vom SV Hellern (gelbe Trikots) und OSC. Foto: KemmeNeues Terrain erwartet möglicherweise die Kreisligafußballer – wie hier vom SV Hellern (gelbe Trikots) und OSC. Foto: Kemme

Osnabrück. Die Kreise Osnabrück-Stadt und Osnabrück-Land des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) sollen ab der Saison 2020/21 unter einem Namen laufen. Die Vorsitzenden Frank Schmidt (Stadt) und Bernd Kettmann (Land) treiben die Fusionspläne voran.

Die Kreisfusion in Osnabrück ist nicht die erste und letzte, die es in Niedersachsen gibt. Im Vorjahr erfolgte die Fusion aus Aurich, Emden, Leer und Wittmund zum NFV-Kreis Ostfriesland. Zum 1. Juli 2018 schließen sich Ammerland, Friesland, Oldenburg-Stadt, Wesermarsch und Wilhelmshaven zum Jade-Weser-Kreis sowie Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Uelzen zum Heide-Wendland-Kreis zusammen. Im Juli 2019 folgt in Hannover der Zusammenschluss zwischen Stadt- und Landverband. Im Jahr 2020 gilt gleiches für Osnabrück. Bis zur Saison 2019/20 soll die Ausschreibung stehen. „Zur Saison 2020/21 soll die Fusion der beiden Fußball-Kreise dann offiziell vollzogen sein“, sagt Kettmann.

Als Grund für dieses Vorhaben nennt Schmidt den demografischen und gesellschaftlichen Wandel, der sich in sinkenden Zahlen bei den Mannschaften, Mitgliedern und ehrenamtlichen Helfern niederschlagen würde. Zudem hätten beide Kreise von der A- bis zur D-Jugend, bei den Frauen und bei den Alten Herren einen gemeinsamen Spielbetrieb, der gut funktioniere. Dennoch müsse die Ausschreibung im Spielbetrieb der Senioren angeglichen werden. „Als Fußballkreis ist es unsere Hauptaufgabe, den Spielbetrieb zu organisieren und zu sichern“, sagt Schmidt. Auch das Thema Verwaltungsstrafen müsse gelöst werden. „Bei den Unterschieden wollen wir uns angleichen“, sagt Schmidt. Als weitere Schwierigkeiten nennt er die Regelung der Schiedsrichterkosten. Auch müsse man sich einigen, wie zum Beispiel zukünftig das Franz-Grammann- und das Gösmann-Klose-Turnier abläuft. „Das sind Turniere mit Tradition. Das muss geklärt werden“, sagt Schmidt. An personelle Fragen denken Schmidt und Kettmann nicht. „Wir wollen erst die Sachfragen klären“, so Schmidt.

Interessant wird auf jeden Fall auch die zukünftige Einteilung der Spielklassen. Wie viele Kreisligen wird es geben? Bleiben Stadt, Süd und Nord weiterhin bestehen? Oder gibt es vielleicht nur noch eine Kreisliga? Auf eine Zahl festlegen wollen sich Kettmann und Schmidt noch nicht. „Es sind verschiedene Modelle denkbar“, sagt Kettmann. An möglichen Szenarien würden im Moment Arbeitsgruppen – bestehend aus der gleichen Anzahl an Mitgliedern aus Stadt und Land – arbeiten. In einer Sache sind sich Schmidt und Kettmann einig: bei der Regelung für den Aufstieg in den Bezirk. „Wir wollen keinen Aufstiegsplatz verlieren“, sagt Kettmann.

Egal, welche Entscheidung am Ende herauskommt, alleine wollen die beiden Kreisverbände diese nicht fällen. „Wir wollen auf die Vereine zugehen. Die werden am Ende entscheiden, nicht wir“, sagt Kettmann. Dazu wollen die beiden Fußballkreise die Vereine zu Informationsveranstaltungen einladen. „Wenn wir Ergebnisse haben, machen wir einen ersten getrennten Infoabend“, sagt Kettmann und sprach von einem zweiten gemeinsamen Infoabend mit Vereinen, sowohl aus der Stadt als auch aus dem Norden und Süden des Landkreises.