Fast 500 Läufer, fast 15000 Euro Spenden 8. Auflage des Osnabrücker Gipfelsturms großer Erfolg

Von Malte Goltsche


Osnabrück. Der Osnabrücker Gipfelsturm ist inzwischen eine Traditionsveranstaltung im Kalender der Osnabrücker Läufer. Fast 500 Athleten starteten am Samstagmittag in der Osnabrücker Altstadt, um nach der achten Auflage der Veranstaltung den Ausblick auf dem Gipfel des Piesbergs zu genießen.

Nach dem Startschuss durch den Osnabrücker Bürgermeister Uwe Görtemöller vor der Marienkirche in der Altstadt ging es für genau 471 Läuferinnen und Läufer zügig los. Die ambitionierten Athleten sprinteten voran und nahmen schon nach knapp 30 Minuten die steilen Treppenstufen vor dem Ziel auf dem Gipfel des Piesbergs in Angriff.

Vom Feld absetzen konnte sich dabei der Vorjahreszweite Abdelmajeed Abdullah („Jede Oma zählt“), der in 36:36,9 Minuten die 10 Kilometer absolvierte und den Vorjahressieger Markus Titgemeyer von TV GMHütte um knapp eine Minute distanzierte. Titgemeyer war dennoch sehr zufrieden mit seiner Zeit und rückte eher die Leistung des Siegers in den Vordergrund: „Abdelmajeed ist einfach ein super starker Läufer. Ich habe selbst ein straffes Programm gehabt in den letzten Wochen mit einem Marathon, bin mit meiner Zeit aber gut zufrieden.“ Dritter wurde Stefan Goda (Marathon Ibbenbüren) mit einer ebenfalls starken Zeit von 38:54,1 Minuten.

Bei den Frauen siegte Marie Linnemann von den Sportfreunden Lotte in 44:37,7 Minuten. Sie war mehr als zwei Minuten schneller als Britta Mergelmeyer (TuS Borgloh/46:51 Minuten) und Kerstin Biekötter (Marathon Ibbenbüren/46:58,9 Minuten.).*

Doch so wichtig der sportliche Aspekt beim Osnabrücker Gipfelsturm ist, noch herausragender ist die soziale Bedeutung der Veranstaltung. In diesem Jahr sammelten die Veranstalter um die Diakonie Osnabrück für das Café Connection, einer Anlaufstelle für drogengefährdete und drogenabhängige Menschen. Durch Sponsorengelder von zahlreichen regionalen Unternehmen ist so eine Summe von knapp 15000 Euro zusammengekommen.

Unterstützt wurde die Diakonie in der Durchführung auch von zwei Schulen. Das Gymnasium in der Wüste stellte Streckenposten zur Verfügung, während die Kapelle des Ratsgymnasiums für eine schöne musikalische Untermalung des Zieleinlaufes sorgte. „Es sind diese liebevollen Details, die diesen Lauf so schön machen“, sagte Burkhard Teschner, Sprecher der Diakonie Osnabrück.

Tobias Rasper, Mitorganisator der Dreierpack-Serie, deren Bestandteil der Gipfelsturm in diesem Jahr erstmals war, ist ebenfalls zufrieden: „Das Feedback der Läufer war sehr gut, wir haben die zweitbeste Teilnehmerzahl aller Auflagen erreicht und sogar fast einen Streckenrekord gesehen.“ Auch Teschner war zufrieden: „Ich denke, es war ein ganz hervorragender Lauf. Man muss einfach ‚Danke‘ sagen an all die ehrenamtlichen Helfer, die so eine Veranstaltung erst möglich machen.“

Letzten Endes konnten sich alle Beteiligten freuen. Die Diakonie über einen erfolgreichen Benefizlauf mit toller Spendensumme, die Sieger auf dem Treppchen und alle anderen Läufer, die es auf den Gipfel geschafft haben. Denn wie es Burkhard Teschner ausdrückt: „Alle, die oben angekommen sind, sind Gewinner.“