25:26 gegen TV Cloppenburg Bissendorfs Handballer verlieren in den Schlusssekunden

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Mit harten Bandagen wurde in der Handball-Oberliga gespielt: Hier setzt sich Bissendorfs Tim Brauner (am Ball) rustikal gegen Bence Lugosi vom TV Cloppenburg durch. Foto: Moritz FrankenbergMit harten Bandagen wurde in der Handball-Oberliga gespielt: Hier setzt sich Bissendorfs Tim Brauner (am Ball) rustikal gegen Bence Lugosi vom TV Cloppenburg durch. Foto: Moritz Frankenberg

Bissendorf. Die Oberliga-Handballer des TV Bissendorf-Holte haben ihr letztes Heimspiel der Saison verloren. Die Gäste vom TV Cloppenburg erzielten zwei Sekunden vor Spielende den Treffer zum 26:25-Endstand.

Nach einem Auftakt auf Augenhöhe mit zwei starken Defensivreihen verwerteten die Cloppenburger ihre Chancen konsequenter. Bissendorf scheiterte am Torgestänge oder zielte daneben – wie etwa Tim Brauner, der in Überzahl aus der Distanz das leere Tor nicht traf. Im Angriff fehlte die Durchschlagskraft, in der Deckung ging die Ordnung verloren. Einige Male hielt Philipp Thiemann mit seinen Paraden den TVB im Spiel, aber auch der Schlussmann konnte nicht verhindern, dass sich die Gäste absetzten – 7:12 stand es aus Bissendorfer Sicht in der 22. Minute.

Stüve und Reiser geben Abwehr Stabilität

Die Hereinnahme von Christoph Stüve und Matthias Reiser sowie der Verzicht auf einzelne Personalwechsel zwischen Deckung und Offensive brachten den Gastgebern die gewünschte Stabilität. Im Angriff setzte sich Kreisläufer Simon Mayer mehrfach in Szene. Bissendorf arbeitete sich zurück in Schlagdistanz. Mit dem Halbzeitpfiff traf Spielmacher Christian Rußwinkel per Siebenmeter zum 13:14.

TVB vergibt drei Chancen zur Führung

Nach dem Seitenwechsel gelang direkt der Ausgleich, aber danach vergaben die Gastgeber dreimal die Chance, in Führung zu gehen – mal ungenau, mal überhastet, ohne kühlen Kopf. Die Führung fiel dann doch: Mayer traf nach einem schnellen Pass aus der eigenen Abwehr. Wenn Cloppenburg keine Zeit hatte, seine Deckungsreihe zu formieren, hatte Bissendorf Chancen. Dank der Tore von Christian und Fabian Rußwinkel überstand der TVB eine Unterzahl schadlos. Als Thiemann beim Stand von 19:18 eine freistehende Chance der Gäste vereitelte und Mayer auf 20:18 erhöhte, schien die Wende gelungen. Aber die Führung hielt nicht.

Entscheidender Treffer fällt zwei Sekunden vor Schluss

Cloppenburg arbeitete wieder besser in der Abwehr, glich aus und ging in Führung. Bissendorf ließ einen Ballverlust folgen, der TVC erhöhte auf 25:23, aber die Gastgeber sollten noch einmal zurückkommen. In doppelter Überzahl ließen sie erst den Ausgleich liegen. 36 Sekunden vor Schluss gelang Fabian Rußwinkel mit seinem fünften Treffer aber das 25:25. Ein Punkt schien sicher – bis in die Schlusssekunden. Cloppenburg führte einen letzten Freiwurf schnell aus, der Ball wurde abgefälscht und schlug zwei Sekunden vor Spielende oben rechts im Tor ein.

Till Orgel: Ich wäre gerne geblieben

„Wir haben eine gute Abwehr gespielt, aber im Angriff unsere Chancen nicht gut genug genutzt. Wir hatten ein paar überhastete Abschlüsse, haben nicht lange genug durchgespielt“, sagte Bissendorfs Rückraumspieler Till Orgel, der den Klub im Sommer nach nur einer Saison wieder verlässt. Aus seiner Zeit in Bissendorf werde er „sehr viele neue Freunde“ behalten. „Das sind richtig gute Jungs. Ich wäre gerne geblieben“, sagte Orgel. Der Bünder wurde sich mit dem TVB in Sachen Fahrtkosten nicht einig. Jetzt geht es für ihn voraussichtlich zurück nach Westfalen.

Mischok: Ein paar Chancen zu viel liegen gelassen

„Schade, wir hatten uns gut herangekämpft“, trauerte Trainer Malte Mischok den Punkten nach. In der zweiten Halbzeit habe sein Team in der Abwehr „hervorragend gestanden“ – auch weil der Coach, der nach zwei Jahren Bissendorf aus beruflichen Gründen verlässt, das Wechselspiel zwischen Angriff und Abwehr einstellte.

„Cloppenburg ist mit so viel Tempo gekommen: Wenn du dann zwischen Angriff und Abwehr wechselst, kassierst du schneller die Tore, als dass du überhaupt wieder mit sechs Mann auf dem Feld bist – so, wie es uns in der ersten Halbzeit ein paarmal ergangen ist“, sagte Mischok. Am Ende gab aus seiner Sicht nicht die Abwehrleistung den Ausschlag, sondern – wie häufiger in dieser Saison – die Verwertung der eigenen Möglichkeiten: „Wir haben einige klare Chancen liegen gelassen. Das waren ein paar zu viel.“


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