Zweiter Akt der teuflischen Tragödie Bramscher Basketballer verlieren erneut Aufstiegskrimi

Von Yannick Richter

Bittere Niederlage: Die Red Devils Marius Rautenstrauch, Marcel Kosiol und Milovan Radmanovic (von links) sind enttäuscht. Foto: Rolf KamperBittere Niederlage: Die Red Devils Marius Rautenstrauch, Marcel Kosiol und Milovan Radmanovic (von links) sind enttäuscht. Foto: Rolf Kamper

Bramsche. Es ist wieder passiert. Zum zweiten Mal in drei Jahren sind die Ademax Red Devils Bramsche auf der Zielgeraden im Rennen um die Meisterschaft gescheitert. Mannschaft und Verantwortliche sind tief enttäuscht. Wie es mit dem Team weitergeht, ist unklar.

Als die Schlusssirene ertönt, sinken die Bramscher Basketballer frustriert zu Boden. Der Traum vom Aufstieg ist zerplatzt. Im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft unterliegen die Red Devils vor rund 1000 Zuschauern dem SC Langenhagen mit 65:73. Für viele Spieler wiederholt sich ein dramatisches Bild: Wie 2016 müssen sie in der eigenen Halle zuschauen, wie der Gegner am letzten Spieltag den Titel in der 2. Regionalliga Nord/West feiert.

Déjà-vu-Erlebnis für Basketballer

Die Ausgangslage war vor zwei Jahren identisch. Mit einem Sieg in der letzten Partie der Saison hätten sich die Bramscher für eine starke Serie belohnen und den Aufstieg in die 1. Regionalliga klarmachen können. In einem spannenden Saisonfinale verloren die Red Devils damals gegen die TSG Westerstede.

Schock sitzt tief

Nach dem Déjà-vu-Erlebnis am Samstagabend saß der Frust bei Spielern und Verantwortlichen tief. „Vor dieser Kulisse das Spiel so zu verlieren, tut einfach nur weh“, sagte Teammanager Gunnar Elsemann: „Wir haben jetzt mehrere Jahre versucht aufzusteigen. Ich weiß nicht, wie es weitergeht.“

Auch Bramsches Urgestein Daniel Meyer zeigte sich wenige Minuten nach der Niederlage enttäuscht: „Eigentlich sollte es eine Meisterparty werden, jetzt wird es eine Trauerfeier.“ Sein Teamkollege Derick Pope konnte es nicht fassen: „Keine Ahnung, wie wir das Spiel noch aus der Hand geben konnten. Wir waren so dicht dran“, so der US-Amerikaner.

Umbruch im Kader

2016 gehörte der US-Amerikaner noch nicht zum Kader der Red Devils. Vermutlich wird er auch in der kommenden Saison nicht mehr dazu gehören. Ebenso wie der Kroate Marko Primorac und der Slowene Milovan Radmanovic hat der 24-Jährige Bramsche zu Beginn der Woche bereits Richtung Heimat verlassen.

Wie Elsemann mitteilte, werden Pope und Radmanovic nicht zurückkehren. Beide Spieler hätten die Erwartungen der Verantwortlichen nur bedingt erfüllt, sodass eine Trennung für beide Seiten die beste Lösung sei. Ohnehin werde es im Kader der Bramscher einen kleinen Umbruch geben, kündigte Elsemann an. Das Grundgerüst sollen dabei weiter Eigengewächse bilden. Deshalb werde der Fokus auch in Zukunft weiter auf die Jugendarbeit gelegt.

Planungen für neue Saison beginnen bald

Bleiben wird laut eigener Aussage hingegen Headcoach Dennis Wesselkamp: „Ich habe nichts anderes vor.“ Die Planungen für die neue Spielzeit beginnen schon in den kommenden Tagen. Elsemann will dann mit Wesselkamp und allen Spielern Gespräche über deren Zukunft führen. Bis Anfang Juni will der Teammanager zudem einen US-Amerikaner als Neuzugang präsentieren.