Turbulenter Wettkampf in Madrid Medaillen als verdienter Lohn für Grummert und Keck

Von Sportredaktion

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Allen Grund zum Strahlen haben Karin Grummert und Heinz Keck, die bei der Leichtathletik-Europameisterschaft der Senioren in Madrid Silber und Gold in der Staffel geholt haben. Foto: David EbenerAllen Grund zum Strahlen haben Karin Grummert und Heinz Keck, die bei der Leichtathletik-Europameisterschaft der Senioren in Madrid Silber und Gold in der Staffel geholt haben. Foto: David Ebener

Osnabrück. Jede Menge zu erzählen haben Karin Grummert und Heinz Keck nach ihrer Rückkehr von der Halleneuropameisterschaft der Leichtatleten in Madrid. Die beiden Seniorensportler holten jeweils eine Medaille. Speziell Keck erlebte allerdings einen dramatischen Wettkampf – mit Happy End.

Unter 3600 Athleten hatte sich der 77-jährige Keck ein strammes Programm vorgenommen. Der Osnabrücker startete über 200 Meter, im Fünfkampf sowie mit der deutschen 4x200 Meter Staffel. Im Einzelsprint hatte er sich mit einer starken Leistung für das Finale qualifiziert – und sich damit quasi selbst in die Bredouille gebracht. Der enge Zeitplan der EM sah vor, dass der Endlauf über die 200 Meter mitten zwischen zwei Disziplinen des Fünfkampfs ausgetragen wird.

Vom Hochsprung direkt in den Startblock

Dort hatte Keck einen glänzenden Start hingelegt. 12,29 Sekunden über 60 Meter Hürden bedeuteten persönliche Bestzeit. Nach mittelmäßigen 3,44 Meter im Weitspring stellte er mit 10,38 Metern im Kugelstoßen eine zweite persönliche Bestmarke auf und lag damit auf Platz zwei. Durch eine Zeitverzögerung im anschließenden Hochsprung rückte der Start über 200 Meter dann aber immer näher und Keck verlor den Fokus. Nach übersprungenen 1,15 Meter war der Wettkampf bereits beendet und er eilte zum Start der Sprintstrecke. Trotz einer erneuten persönlichen Bestleistung reichte es nicht zu einer Medaille, im starken Feld ist ein fünfter Platz aber dennoch eine hervorragende Leistung. (Weiterlesen: Grummert und Keck holen acht Medaillen bei der WM).

Kraft fehlt über 1000 Meter

Direkt danach ging es für Keck mit dem abschließenden 1000 Metern im Fünfkampf weiter. Dort fehlte die Kraft und so landete der mehrfache Weltmeister der Senioren auf einem undankbaren vierten Platz in der Gesamtwertung. „Ich habe diesen Titel verloren, weil ich zu viel wollte. Aber einmal im Endlauf über 200 Meter gegen die Weltelite zu laufen war es mir wert“, sagte Keck.

Den verdienten Lohn für die vielen Mühen und die harte Vorbereitung gab es dann in der Staffel. Als Startläufer erarbeitete Keck einen Vorsprung, den Willi Klaus, Guido Müller und Hartmut Krämer verteidigten und so die Goldmedaille für das deutsche Team sicherten.

Grummert mit persönlicher Bestzeit

Ebenfalls mit Edelmetall dekoriert kehrte Karin Grummert aus Madrid zurück. Über 4x200 Meter gab es in der AK 60 die Silbermedaille. Darüber hinaus wurde die Osnabrückerin über 60 Meter in neuer persönlicher Bestzeit von 9,78 Sekunden Elfte, über 60 Meter Hürden Sechste, im Dreisprung Vierte und über 200 Meter noch einmal Elfte. Grummert freute sich über die erfolgreichen Ergebnisse und die vielen tollen Eindrücke, die sie in der spanischen Hauptstadt sammelte. „Sehr zufrieden“, lautete so ihr abschließendes Fazit.


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