Brinkmann über den Erhalt der 2. Liga SV-Bad-Laer-Trainerin: „Es war ein steiniger Weg“

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Eindringliche Ansprache in der Auszeit: Trainerin Danuta Brinkmann (4. von links). Foto: Swaantje HehmannEindringliche Ansprache in der Auszeit: Trainerin Danuta Brinkmann (4. von links). Foto: Swaantje Hehmann

Bad Laer. Danuta Brinkmann hat die Volleyballfrauen des SV Bad Laer mit dem 3:1-Heimsieg über Allbau Essen zum ersten Klassenerhalt in der 2. Liga geführt. Anschließend äußerte sich die erfahrene Trainerin und Ex-Erstligaspielerin über …

den Druck und die Leistung im entscheidenden Spiel: Im Vergleich mit der schwachen Vorstellung beim 0:3 im Heimspiel zuvor gegen den Vorletzten Gladbeck hätten Welten dazwischen gelegen. „Nach unserem klaren Hinspielsieg gegen Gladbeck dachten die Spielerinnen offenbar: Das schaffen wir locker noch mal. Vor dem Duell mit Essen haben wir gewusst: Jetzt hilft nur ein Sieg. Entsprechend stark war die Vorbereitung und die Körpersprache im Spiel. Wir haben im Block viel mehr entschärft, in der Abwehr viel mehr Bälle geholt und auch im Angriff viel entschlossener agiert.“ Nach der Hinspielniederlage, als viel Bälle über Spielmacherin Michelle Bollien hinweggeflogen seien, hätte sich nun ausgezahlt, sich weiter hinten zu positionieren und mehr Bälle in der Abwehr zu behaupten.

… die entscheidenden Gründe für den Klassenerhalt: Diesen zu schaffen, sei alles andere als einfach gewesen. „Im Winter haben wir mit meiner Tochter Anika eine ganz wichtige Spielerin verloren. Die Mädels haben gesagt: ‚Wir schaffen es auch so.‘ Doch es war ein steiniger Weg mit den vielen Kranken und zwischenzeitlich Verletzten. Wir haben unsere Spielweise nicht verändert, haben uns aber noch intensiver mit den Stärken und Schwächen unserer Gegner beschäftigt und unser Block-Abwehr-Verhalten verbessert.“ Das Team habe insgesamt eine starke Entwicklung gezeigt. „Darum wäre es doppelt bitter gewesen, wenn wir es nicht geschafft hätten.“

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… über die zwischenzeitlichen Spannungen im Verhältnis mit dem Team: Der Klub habe sie verpflichtet, um die 2. Liga zu halten. „Da kann ich nicht loben, wenn die Beteiligung und der Einsatz im Training nicht so gut waren, wie wir es uns erhoffen. Da muss ich auch mal laut werden.Nur Streicheleinheiten zu verteilen, führt nicht zu Höchstleistungen.“

… über ihre mögliche Zukunft beim SV Bad Laer: Die Tendenz ginge dahin, dass das Team zusammenbleibe. „Die Frage ist, ob sie voll willig ist, weiter in der 2. Liga zu spielen. Wenn ich bleiben soll, würde ich mir schon ein paar Veränderungen vorstellen. Der Verein muss ein wenig umdenken. Es wäre ratsam, sich auf ein, zwei Positionen zu verbessern – die Gegner kennen uns jetzt und werden ihr Spiel gegen uns zukünftig besser steuern können.“ Doch die Mannschaft müsse mögliche Veränderungen auch mittragen. Nach dem letzten Spiel bei ihrem Ex-Verein SCU Emlichheim werde sie mit dem Team und dem Verein über die Zukunft und eine mögliche Vertragsverlängerung reden.

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