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08.04.2018, 18:52 Uhr KOMMENTAR

SV Bad Laer: Hervorragende Jugendarbeit als Basis des Erfolgs

Kommentar von Christian Detloff

Jubel nach dem Klassenerhalt: Die Volleyballerinnen des SV Bad Laer. Foto: Swaantje HehmannJubel nach dem Klassenerhalt: Die Volleyballerinnen des SV Bad Laer. Foto: Swaantje Hehmann

Bad Laer. Mit einer herausragenden kämpferischen Leistung beim entscheidenden Sieg am vorletzten Spieltag im Duell der direkten Konkurrenten von Allbau Essen haben die Volleyballerinnen des SV Bad Laer erstmals in der 2. Liga den Klassenerhalt gelöst – und das bereits am vorletzten Spieltag. Ein Kommentar.

Chapeau! Die Volleyballerinnen des SV Bad Laer haben für den größten Vereinserfolg gesorgt. Die riesige Entschlossenheit und Energieleistung, mit der die Mannschaft im „Friss oder stirb“-Spiel auftrat, sind außergewöhnlich, aber auch bezeichnend für die verschworene Gemeinschaft.

Diese musste im Saisonverlauf eine echte Zerreißprobe bestehen. Der autoritäre Führungsstil der neuen Trainerin Danuta Brinkmann und die exponierte Rolle ihrer Tochter Anika, die im Winter den Klub wieder verließ und dennoch einen wichtigen Beitrag zum Klassenerhalt geleistet hat, sorgten für eine schwierige Gemengelage im familiären Team voller Einheimischer. Es spricht für alle Beteiligten, sich für die Zielerfüllung rechtzeitig zusammengerauft zu haben. Dennoch ist eine offene Aufarbeitung nötig, um die gemeinsame Linie zu stärken. Wie stabil das Band wirklich ist, wird erst die Zukunft zeigen.

Der Vater des Erfolgs erlebte den Triumph nicht unmittelbar mit. Abteilungsleiter Stefan Bertelsmann war mit der Jugend beim zweitägigen Turnier, als das Zweitliga-Team die Früchte seiner unermüdlichen Aufbauarbeit erntete. Typisch für den Macher, der lieber im Hintergrund arbeitet als im Vordergrund zu feiern. Unabhängig von der Frage, wie viel Verstärkung von außen in der nächsten Spielzeit noch guttäte, um sich in der 2. Liga zu verankern: Die hervorragende Jugendarbeit bleibt die starke Basis für weitere Erfolge.


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