Als Snowboard-Coach in Korea Olympia-Trainer erzählt Osnabrücker Schülern von Pyeongchang

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Seine Erlebnisse bei den Olympischen Winterspielen teilte Snowboard-Trainer Richard Pickl mit 30 Zehntklässlern der Domschule. Foto: Philipp HülsmannSeine Erlebnisse bei den Olympischen Winterspielen teilte Snowboard-Trainer Richard Pickl mit 30 Zehntklässlern der Domschule. Foto: Philipp Hülsmann

Osnabrück. Snowboard-Trainer Richard Pickl war bereits dreimal bei Olympia. Am Freitag berichtete er in der Domschule von seinen Erlebnissen. Dabei erklärte der Österreicher auch, warum er in Holland-Jacke eine Russin coacht.

Eine Goldmedaille hat Richard Pickl am Freitagmittag nicht mit in die Domschule gebracht. Dafür hatte er „Soohorang“ dabei. Das Maskottchen der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang lag vor ihm auf dem Pult, als der Snowboard-Trainer 30 Oberschülern von seinen Erfahrungen bei Olympia berichtete.

Trainer von Sportlern aus vier Nationen

Pickl kam auf Einladung von Sportlehrer Martin Sander, der seine Schüler in einem Olympia-Wahlpflichtkurs zu Wintersport-Experten formte. Gut gelaunt ließen die 15 bis 16 Jahre alten Mädchen und Jungen am Freitag in der fünften Unterrichtsstunde ihre Bücher in der Tasche. Stattdessen nutzten sie die Möglichkeit, um einen mehrfachen Olympia-Teilnehmer nach dessen Erlebnissen zu befragen.

Die erste Frage ließ nicht lange auf sich warten. „Warum tragen Sie eine USA-Mütze, aber eine Niederlande-Jacke?“, fragte ein aufmerksamer Schüler. „Gut aufgepasst“, antwortete der 51-Jährige, um danach zu erklären, dass er bei Olympia vier Athleten aus vier Nationen betreute: eine Russin, eine Schweizerin, eine Niederländerin und einen Amerikaner.

Profi-Snowboard-Team in Österreich

Neben vier weiteren Sportlern gehört das Quartett zu Pickls professionellem Snowboard-Team, das im österreichischen Skigebiet Ramsau am Dachstein ansässig ist. Während der Saison fungiere die Ortschaft als eine Art Basislager für die Snowboarder, sagte Pickl. „Wir bereiten uns gemeinsam vor und fahren von dort aus zu den Wettkämpfen.“ Ein anderer Schüler hakte nach: „Und wie läuft das dann bei Olympia?“ Da sei es etwas komplizierter, sagte Pickl. „Die Athleten wohnen in unterschiedlichen Quartieren. Wir treffen uns nur zum Training und zu den Wettkämpfen. Das muss gut organisiert sein.“

Pickl trainierte Olympia-Siegerin Ester Ledecká

Nachdem er 2002 bei den Spielen in Salt Lake City (USA) und 2014 in Sotschi (Russland) Athleten betreute, war der ehemalige Snowboard-Profi in diesem Jahr zum dritten Mal als Trainer bei Olympia dabei. Auch wenn keiner seiner Teilnehmer in Pyeongchang eine Medaille gewinnen konnte, fühle er sich dennoch als Sieger, berichtete Pickl, schließlich war ein ehemaliger Schützling von ihm umso erfolgreicher. Von 2012 bis 2016 trainierte Pickl die Tschechin Ester Ledecká. Die 23-Jährige schrieb Geschichte und gewann sowohl im Parallel-Riesenslalom der Alpin-Boarder als auch im Super-G der Skifahrerinnen Gold.


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