Wolfenbüttel oder Neuss Girolive-Panthers warten auf ihren Finalgegner

Von Christoph Schillingmann

Unterstützung erhielten die Panthers in Berlin von zahlreichen mitgereisten Fans aus Osnabrück, die die OSC-Frauen mit Trommeln und Gesängen anfeuerten. Foto: Guido WietheuperUnterstützung erhielten die Panthers in Berlin von zahlreichen mitgereisten Fans aus Osnabrück, die die OSC-Frauen mit Trommeln und Gesängen anfeuerten. Foto: Guido Wietheuper

Berlin/Osnabrück. Nachdem die Zweitliga-Basketballerinnen der Girolive-Panthers den Einzug ins Playoff-Finale mit dem 57:52-Sieg beim TuS Lichterfelde Berlin geschafft haben, wartet die Mannschaft von Trainer Mario Zurkowski nun auf ihren Gegner in der Endspielserie um den Aufstieg in die Bundesliga.

Im vergangenen Jahr war für die Osnabrücker Basketballerinnen bereits im Halbfinale Schluss. Dort befindet sich der mögliche Finalrivale noch.

Der Gegner: Entweder treffen die Osnabrückerinnen auf Wolfpack Wolfenbüttel oder auf die TG Neuss Tigers. In der Halbfinalserie steht es zwischen den beiden Mannschaften 1:1. Das erste Spiel entschied Neuss vor heimischer Kulisse mit 74:71 für sich. Am Ostermontag gelang Wolfenbüttel mit einem deutlichen 87:43-Sieg der Ausgleich. Das alles entscheidende dritte Spiel steigt am Samstag, 7. April, um 16.30 Uhr in Neuss. Einen Wunschgegner haben die Panthers nicht. Das bekräftigte Zurkwoski nach dem Finaleinzug am Samstagabend in Berlin. „Wir können es eh nicht beeinflussen“, sagte der 30-Jährige.

Der Spielrhythmus: Bis zum ersten Spiel in der Finalserie am Sonntag, 15. April, haben die Panthers zwei Wochen Pause. In diesem Zeitraum können sich die OSC-Frauen einerseits ausruhen und regenerieren. Andererseits gilt es, in diesem Zeitraum die Spannung hochzuhalten. Im Gegensatz dazu bleiben Wolfenbüttel und Neuss aufgrund der Entscheidungspartie am Samstag im wöchentlichen Spielrhythmus.

Der Spielort: Weil sich die Panthers in der regulären Saison Platz eins in der Tabelle gesichert haben, hat das Zurkowski-Team in der Finalserie Heimrecht. Dass bedeutet, dass zwei von drei möglichen Spielen in der heimischen OSC-Halle stattfinden werden. Das ist ein großer Vorteil für die Panthers, denn sie haben alle Heimspiele in dieser Saison für sich entschieden. Es waren viele knappe Spiele dabei: Nicht nur gegen die Bender Baskets Grünberg (67:66), den Osnabrücker TB (63:62) und Eintracht Braunschweig (74:71) behielt das Zurkowski-Team in der Schlussphase die Nerven, sondern auch gegen Wolfenbüttel. Mitte November schlugen die Panthers das Wolfpack mit 75:73 nach Verlängerung. Hingegen brannten die Osnabrückerinnen gegen Neuss ein Offensivfeuerwerk ab und gewannen das damalige Spitzenspiel mit 84:57. Auswärts verloren sie jedoch in Wolfenbüttel und in Neuss.

Die Fans: Zu Hause sind die OSC-Frauen also eine Macht. Das liegt aber auch an der Unterstützung, die sie von den Rängen erhalten. Die gab es auch im Halbfinale in Lichterfelde. Gut 50 Fans sind den Panthers in die Hauptstadt hinterhergereist. „Wir waren alle so glücklich. Wir haben die besten Fans“, freute sich Emma Eichmeyer. „Das hat uns total gepusht, weil wir wussten, dass sie hinter uns stehen und den langen Trip auf sich nehmen.“ Auch Panthers-Kapitänin Melina Knopp war überwältigt: „Wow. Ich wusste, dass mein Papa das so ein bisschen organisiert hatte“, sagte die 24-Jährige. „Die Fans haben ein Stück zu Hause nach Berlin geholt“, sprach sie von einer Heimspielatmosphäre.