57:52-Sieg in Lichterfelde Girolive-Panthers ziehen ins Playoff-Finale ein

Von Christoph Schillingmann

Entschlossen zieht Panthers-Kapitänin Melina Knopp (am Ball) zum Korb, auch wenn die Gegnerinnen ihr den Weg versperren. Foto: Guido WietheuperEntschlossen zieht Panthers-Kapitänin Melina Knopp (am Ball) zum Korb, auch wenn die Gegnerinnen ihr den Weg versperren. Foto: Guido Wietheuper

Berlin. Die Zweitliga-Basketballerinnen der Girolive-Panthers aus Osnabrück stehen im Playoff-Finale. Die Mannschaft von Trainer Mario Zurkowski besiegte den TuS Licherfelde Berlin auch im zweiten Spiel der Halbfinalserie in der Goethe Oberschule und gewann mit 57:52.

Erste Halbzeit: Den ersten Angriff des Spiel wehrten die Panthers, die von fünf 50 mitgereisten Fans lautstart unterstützt wurden, erfolgreich ab. Allerdings erzielten die Berlinerinnen dennoch im zweiten Angriff die ersten zwei Punkte des Spiels. Die ersten Minuten der Partie schienen Zurkowski gar nicht gefallen zu haben. Nach 132 Sekunden und 0:6-Rückstand nahm der 30-Jährige die erste Auszeit. Milica Milosev erzielte mit zwei Freiwürfen die ersten Punkte für die Osnabrückerinnen.

Lichterfelde agierte zu Beginn konzentrierter, die Offensive der Panthers kam gegen die starke Verteidigung von Lichterfelde zunächst nicht zur Entfaltung. Erst zum Ende des Anfangsviertels fing sich das Zurkowski-Team, sodass es nach 6:12-Zwischenstand noch mit 18:18 in den zweiten Spielabschnitt ging. Dass Spiel Nummer zwei der Halbfinalserie ein schweres Stück Arbeit wird, wie es Zurkowski im Vorfeld angedeutet hatte, bewahrheitete sich. Die Mannschaften ließen ihren Gegnern kaum Platz, es waren Tempo und auch die nötige Schärfe drin.

Den besseren Start ins zweite Viertel erwischten die Panthers, die schnell mit vier Punkten führten. Danach entwickelte sich eine enge Partie, in der die Führung zwischen den beiden Mannschaften eins ums andere Mal wechselte. In den letzten zwei Minuten der ersten Halbzeit setzten sich die Osnabrückerinnen etwas ab und gingen mit einer 33:27-Führung in die Pause.

Zweite Halbzeit: Das dritte Viertel begann mit einem Dreier von Melina Knopp. Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive waren die Osnabrückerinnen stark unter dem Korb und holten sich die Rebounds. Lichterfelde kam weniger gut aus der Pause. Bezeichnend für die ersten Minuten der zweiten Halbzeit war ein Pass der Berlinerinnen, der keinen Abnehmer fand und ins Aus segelte. Die Panthers hielten ihre Gegnerinnen bis zum Ende des dritten Viertels stetig auf Distanz. So gingen die Gäste mit 42:38-Vorsprung ins Abschlussviertel.

Panthers spielen sich Polster heraus

Sollten die Panthers die Führung nach Hause bringen oder sollte Lichterfelde im letzten Spielabschnitt nochmal zurückkommen? Diese Frage stellte sich vor den letzten zehn Minuten. Wiederum kamen die Osnabrückerinnen besser rein und bauten ihre Führung zwischenzeitlich auf acht Punkte aus.

Das Zurkowski-Team agierte kurz vor der Schlussphase cleverer. Bei Ballgewinn ließen sich die OSC-Frauen Zeit und spielten ihre Angriffe sauber aus. Lichterfelde schien – je länger die Partie dauerte – etwas die Puste auszugehen. Die Panthers erspielten sich Punkt für Punkt und waren mit 55:42 vorne, als Lichterfeldes Trainerin Alexandra Maerz bei noch gut vier Minuten Spielzeit eine Auszeit nahm.

Aber die bewirkte nichts mehr: Beim darauf folgenden Angriff sprang der Ball auf Seiten der Berlinerinnen noch aus dem Korb. Im Gegenzug erhöhte Emma Eichmeyer auf 15 Punkte Vorsprung. Dass Knopp ihr fünftes Foul kassierte, hatte für die Osnabrückerinnen keine Folgen mehr. Die Panthers ließen nichts mehr anbrennen und gewannen mit 57:52.

Fazit: Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zogen die Osnabrücker Basketballerinnen ins Finale ein. Der Schlüssel zum Erfolg lag in Lichterfelde in der Defensive.

Nächstes Spiel: In der Finalserie, die am Sonntag, 15. April 2018 beginnt, treffen die Panthers entweder auf die TG Neuss Tigers oder Wolfpack Wolfenbüttel. Die beiden Teams bestreiten Spiel Nummer zwei der Halbfinalserie am Montag, 2. April 2018, in Wolfenbüttel. Das erste Spiel gewann Neuss mit 74:71.