Verletzt und doch dabei Panthers überraschen Teamkollegin mit symbolischer Geste

Von Johannes Kapitza

Eine Einheit: Kata Takács und Jenny Strozyk (v.l.) mit Stirnbändern. Foto: KemmeEine Einheit: Kata Takács und Jenny Strozyk (v.l.) mit Stirnbändern. Foto: Kemme

Osnabrück. Die Playoffs in der 2. Basketball-Bundesliga kommen noch zu früh für Kata Takács – und doch war die lange verletzte Panthers-Spielerin am Sonntag auf dem Feld präsent.

Alle OSC-Basketballerinnen trugen sie, die roten Stirnbänder mit der Beschriftung „#20“. Es ist die Nummer, die Takács tragen sollte, aber im Sommer riss sie sich das Kreuzband, Anfang dieses Jahres wurde eine erneute Operation nötig. Der Eingriff sei gut gelaufen, sagt Takács, „es geht in kleinen Schritten nach vorn. Ich bin beim Aufwärmen und im Wurftraining voll dabei.“ Nur ein Einsatz in den Playoffs kommt für die 26-Jährige nach der langen Pause noch zu früh.

Trotzdem hatte auch sie vor dem ersten Halbfinale ein Stirnband mit der 20 bekommen – und nicht nur sie, wie Takács feststellte. Auch alle Mitspielerinnen trugen ihre Nummer. „Das motiviert mich noch einmal, alles für die nächste Saison zu geben“, freute sie sich über die Geste, die sie Melina Knopp zu verdanken hat. Die Kapitänin hatte die Mannschaft mit den Stirnbändern überrascht. „Ich wollte, dass alle zu den Playoffs noch mal wach werden, und Kata einen Gefallen tun. Sie ist bei jedem Training und jedem Spiel, obwohl sie nicht mitspielen kann. Sie hat es verdient“, fand Knopp. Stirnbänder in den Playoffs – da war doch was? In der Vorsaison sollten sie schon mal Glück bringen, aber der OSC verlor in der ersten Runde gegen Wolfenbüttel. „Deswegen habe ich eine andere Farbe genommen, Rot statt Weiß, und Katas Nummer – das kann nur Glück bringen“, sagt Knopp.