Eichmeyer: Um jeden Ball kämpfen Panthers bereit für Playoffs gegen Lichterfelde

Von Johannes Kapitza

Noch mehr Gegenwehr als im Hauptrundenspiel erwartet Emma Eichmeyer (Mitte) zum Playoff-Auftakt der Girolive-Panthers gegen den TuS Lichterfelde. Archivfoto: Helmut KemmeNoch mehr Gegenwehr als im Hauptrundenspiel erwartet Emma Eichmeyer (Mitte) zum Playoff-Auftakt der Girolive-Panthers gegen den TuS Lichterfelde. Archivfoto: Helmut Kemme

Osnabrück. Die Girolive-Panthers starten in der 2. Basketball-Bundesliga in die Playoffs. Im ersten Heimspiel der Halbfinalserie empfangen die Osnabrücker, die die Hauptrunde als Tabellenführer abschlossen, am Sonntag, 25. März (16 Uhr) den Tabellenvierten TuS Lichterfelde.

„So kann es weitergehen“, sagt Basketballerin Emma Eichmeyer und meint damit nicht nur die Siegesserie der Girolive-Panthers. Auch ihre eigene Entwicklung in den vergangenen Monaten kann sich sehen lassen. In den Playoffs will die 18-Jährige ihre Qualitäten einbringen.

Steigende Punktetendenz zum Saisonende

„Wenn man vom Trainer viele Spielminuten und das Vertrauen bekommt und dann gute Aktionen hat, dann pusht einen das“, sagt Eichmeyer, die sich auch des Rückhalts ihrer Mitspielerinnen sicher ist: „Die anderen stehen hinter mir.“ Umso größer ist die Freude, wenn sie „dem Team etwas zurückgeben“ kann. Im Schnitt kommt Eichmeyer auf vier Punkte pro Spiel, mit steigender Tendenz zum Saisonende: Neun Punkte erzielte sie beim Sieg gegen Lichterfelde, zwölf gegen die Bergischen Löwen, fünf gegen Opladen.

„Sie hat sich jede Minute erarbeitet“

„Emma hat einen Riesensprung gemacht“, freut sich Trainer Mario Zurkowski, „sie hat sich ihre Rolle in der Mannschaft und jede Minute auf dem Feld erarbeitet“. 13:36 Minuten Spielzeit pro Partie stehen inzwischen in ihrer Bilanz.

Es gibt nicht den einen Moment, nicht das eine Spiel, von dem an Eichmeyer durchstartete. „Das war eher eine Entwicklung über die Saison“, sagt sie. Selbstvertrauen holte sie sich mit der zweiten Mannschaft des OSC. Wenn es in der 1. Regionalliga gut für sie lief, lief es auch im Training mit den Panthers. Wenn es im Training lief, lief es auch in der 2. Bundesliga. Am Wochenende wird Eichmeyer wieder im Doppeleinsatz sein: Mit der OSC-Reserve steht am Samstag das Heimspiel gegen Wolfenbüttel auf dem Spielplan. Am Sonntag beginnen die Playoffs für die Panthers.

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Morgens lernen, abends Training

Dabei verlangt derzeit nicht nur der Sport vollen Einsatz. Im April stehen die ersten Abiturklausuren an. Schule und Sport haben die gleiche Bedeutung, der Basketball in den Playoffs vielleicht sogar ein bisschen mehr. „Nebenbei zu lernen kriege ich schon hin“, sagt sie. In den Ferien heißt der Rhythmus: Morgens lernen, abends Training.

Knopp und Myers-Sanders nach Verletzungen fit

„Seit dem letzten Hauptrundenspiel gegen Opladen ist der Fokus wieder voll da“, sagt Trainer Zurkowski, „alle brennen auf die Playoffs“. Auch Melina Knopp und Jacinda Myers-Sanders trainieren nach Bänderrissen wieder unter voller Belastung und werden gebraucht. „Lichterfelde ist kein Gegner, den man im Vorbeigehen schlägt. Sie haben Möglichkeiten, uns zu ärgern“, sagt Zurkowski. Im Hinspiel drehten die Panthers spät einen Rückstand zum Sieg. Das Rückspiel war lange ausgeglichen, bevor der OSC sich zum deutlichen 78:58 absetzte. In den Playoffs sei vom TuS „ein bisschen mehr Biss“ zu erwarten, sagt Eichmeyer: „So eine Niederlage werden sie nicht noch einmal hinnehmen.“

Zurkowski: Unsere Playoff-Defensive auspacken

Die Playoff-Erfahrung aus der Vorsaison sei für die Panthers „unglaublich wertvoll“, sagt Zurkowski. Das Team sei vor den entscheidenden Spielen nicht mehr so verkrampft, sondern positiv angespannt. „Diese positive Anspannung müssen wir aufs Feld bringen. Wir müssen offensiv ruhig spielen und unsere Playoff-Defensive auspacken“, erwartet der Trainer insbesondere in der Abwehr eine Steigerung, nachdem die Panthers unter dem eigenen Korb zuletzt die Zügel etwas schleifen ließen. „Das dürfen wir uns in den Playoffs nicht leisten“, sagt der Trainer.

Eichmeyer: Defense kann man immer spielen

Eichmeyer erfüllt das Anforderungsprofil an eine bissige Verteidigerin. Ihr könnte die Aufgabe zuteilwerden, Berlins Ausnahmespielerin Nyara Sabally in Schach zu halten. Im Spiel in Osnabrück Anfang März knickte Sabally früh um und fiel den Rest der Partie aus. Für die Playoffs ist sie einsatzbereit.

„Mein Wurf ist nicht so meine Stärke, aber Defense kann man immer spielen und um jeden Ball kämpfen“, sagt Eichmeyer, die überzeugt ist: „Als Team kommt man durch eine gute Defense ins Spiel.“ Die 18-Jährige will gerne dazu beitragen. „Wie viele Minuten es am Sonntag werden, ist dem Trainer überlassen“, stellt sie sich ganz in den Dienst der Mannschaft.