Saisonbilanz der Basketballerinnen OTB Titans zufrieden: Ziel souverän erreicht

Von Ansgar Maßbaum

Ungewisse Zukunft: Ob Trainer James Hannah und Leistungsträgerin Xylina McDaniel auch im kommenden Jahr für den OTB jubeln, steht noch nicht fest. Foto: Gert WestdörpUngewisse Zukunft: Ob Trainer James Hannah und Leistungsträgerin Xylina McDaniel auch im kommenden Jahr für den OTB jubeln, steht noch nicht fest. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Die Basketballerinnen der Osnabrücker TB Titans haben ihre zweite Saison in der 2. Bundesliga als Achter abgeschlossen und die Klasse souverän gehalten. Obwohl in der Rückrunde nur zwei Siege gelangen, ist die Stimmung beim OTB positiv.

„Wir sind mit dem Abschneiden unserer Mannschaft sehr zufrieden“, sagt OTB-Vorsitzender Matthias Strauß. Die Premierensaison 2016/17 hatten die Titans noch als Zehnter beendet. Dieses Jahr wäre sogar mehr als Platz acht drin gewesen, wenn die Rückrunde nicht so durchwachsen gewesen wäre.

Matthias Strauß: Nach den verpassten Playoffs war ein wenig die Luft raus

Nach sechs Siegen in der Hinrunde schnupperte der OTB an den Playoff-Rängen. „Nachdem wir die Playoffs verpasst haben, war ein wenig die Luft raus“, konstatiert Strauß. In der Rückrunde gelangen nur noch zwei Erfolge gegen den Vorletzten Bergische Löwen und Schlusslicht Recklinghausen. Ohne den Punktabzug nach einem Formfehler im Spiel gegen Neuss wären die Titans zumindest noch Siebter geworden.

James Hannah: Ein bisschen Lehrgeld bezahlt

„Die Saison war schlussendlich wie eine Achterbahnfahrt. Grundsätzlich bin ich sehr stolz auf das Erreichte und meine junge Mannschaft. Wir haben eine tolle Hinrunde gespielt, hätten sicherlich noch besser abschneiden können, aber haben nach Weihnachten ein bisschen Lehrgeld gezahlt“, sagt Trainer James Hannah. „Das hat natürlich auch mit Erfahrung zu tun. Wir haben eine Menge dazugelernt, haben aber für die Zukunft noch Luft nach oben.“

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OTB Titans: Heimstärke allein reicht nicht

Während sich die Titans heimstark präsentierten (sechs Siege), war in der Fremde nur in Recklinghausen und Grünberg etwas zu holen. Knappe Spiele, in denen nur ein Punkt über Sieg oder Niederlage entschied, gab es zur Genüge. Highlights waren sicherlich die engen und spannungsgeladenen Derbys gegen die Girolive-Panthers, in denen der OTB nur hauchdünn das Nachsehen hatte. Gegen Playoff-Teilnehmer TG Neuss Tigers drehten die Titans einen 15-Punkte-Rückstand noch zum 71:70-Sieg. Auch gegen den TuS Lichterfelde, der als Vierter die Playoffs erreichte, gewannen die Titans zuhause. Umso bitterer war die 53:54-Niederlage bei den Bergischen Löwen.

Michelle Müller: Trotz Niederlagen eine super Teamchemie

„Vor der Saison war die Zielsetzung, im Mittelfeld zu landen. Das haben wir geschafft und können zufrieden mit dem Abschluss sein“, sagt Kapitänin Michelle Müller. Ihr Fazit: „In der Hinrunde haben wir tollen Basketball gespielt. Die Rückrunde war durchwachsen. Alle Spielerinnen haben sich unter James Hannah toll entwickelt und was noch wichtiger ist: Wir hatten, auch nach den zahlreichen Niederlagen in der Rückrunde, eine super Teamchemie und Zusammenhalt.“

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Zweitbeste Abwehr, schlechtester Angriff

Nach Rotenburg/Scheeßel stellten die Titans die zweitbeste Abwehr der Liga und ließen im Schnitt nur rund 59 Punkte zu. 58,2 eigene Punkte pro Partie bedeuteten allerdings auch die schwächste Offensivleistung der Liga. „Defensiv haben wir einen guten Job gemacht. In der Offensive war unser Scoring sehr auf Xylina McDaniel und N‘Dea Bryant ausgelegt. Aus der Distanz hat uns zusätzlich sicherlich etwas gefehlt“, bilanziert Hannah, der sich vorstellen kann, auch in der nächsten Saison an der Seitenlinie zu stehen. Die beiden US-Amerikanerinnen McDaniel und Bryant haben Osnabrück schon am Montag in Richtung Heimat verlassen. Dass sie noch einmal im OTB-Dress auflaufen, ist eher unwahrscheinlich.

Gespräche mit Trainer, Spielerinnen und dem OSC

Die Titans wollen nach dem Klassenerhalt „auch nächste Saison gerne wieder in der 2. Liga spielen“, sagt OTB-Vorsitzender Matthias Strauß. „In den nächsten Wochen führen wir mit allen Spielerinnen und Trainer James Hannah aber erst einmal Gespräche, wie wir uns in der kommenden Saison ausrichten werden und wie sich die Vorstellungen im Einzelnen darstellen.“ Im nächsten Jahr will der OTB verstärkt auf den Osnabrücker Nachwuchs setzen, was aber auch mit einem möglichen Aufstieg der OSC-Frauen zusammenhängt, wie Strauß erläutert: „Wir sind mit dem OSC in Gesprächen, und müssen auch schauen, ob die Panthers in der ersten oder zweiten Bundesliga spielen.“

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