Enttäuschendes 0:3 gegen Vorletzten Der Klassenerhalt wird für SV Bad Laer zur großen Zitterpartie

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Viel zu oft das Nachsehen hatte der SV Bad Laer – wie hier Johanna Müller (Nummer 8) und Laura Seete (Nummer 5) – im Heimspiel gegen die TV Gladbeck Giants. Foto: Moritz FrankenbergViel zu oft das Nachsehen hatte der SV Bad Laer – wie hier Johanna Müller (Nummer 8) und Laura Seete (Nummer 5) – im Heimspiel gegen die TV Gladbeck Giants. Foto: Moritz Frankenberg

Bad Laer. Auf ganzer Linie enttäuschend war die Vorstellung der Zweitliga-Volleyballerinnen des SV Bad Laer beim 0:3 (22:25, 20:25, 23:25) im Heimspiel gegen den Vorletzten TV Gladbeck Giants.

„Peinlich und miserabel – das trifft unseren Auftritt wohl am besten“, räumte Kapitänin Franziska Bentrup nach den 69 Spielminuten ein: „Endlich waren alle wieder fit. Wir sind mit einem super Gefühl in das Spiel gegangen. Was dann folgte, war deshalb für mich nicht zu erwarten.“

Nach zwei punktspielfreien Wochenenden fehlte den Gastgeberinnen jeder Rhythmus. Die Gladbeckerinnen mit der herausragenden US-Amerikanerin Kayla Agae agierten vor 210 Zuschauern mit mehr Emotionen, der besseren Körpersprache und Vorteilen in allen grundlegenden Basics. „Wir waren wie gehemmt“, sagte Bad Laers Trainerin Danuta Brinkmann, die sich mit ihrem Co-Trainer Frank Hörster nach dem Spielende noch ausgiebig – mit langen Gesichtern – austauschte: „Man kann sich auch an schwächeren Tagen mit mehr Biss in das Spiel hineinkämpfen. Im Kampf um den Klassenerhalt muss mehr kommen, da muss sich die Mannschaft an die eigene Nase fassen. So stark war der Gegner nicht.“

Doch Besserung gab es immer nur in kurzen Phasen. Insgesamt schlug der Aufsteiger viel schwächer auf als gewohnt. Auch in der Annahme agierten die Bad Laererinnen fehlerreich. In der Feldabwehr ließ der Block viele Lücken, die Gastgeberinnen hechteten zudem seltener nach den gegnerischen Schmetterbällen als üblich.

Die 9:6-Führung im ersten Satz war ihre höchste im Spiel. Es folgte ein 0:5-Lauf, in dem die Defensivschwächen der Gastgeberinnen am Samstagabend gesammelt deutlich wurden. Auch im zweiten Abschnitt hatte das Brinkmann-Team eine kurze gute Phase, als es einen 2:6-Rückstand zum 8:8 ausglich. In diesen Minuten hatten die Aufschläge (die zur besten Bad Laererin gewählte Alina Hellmich, Michelle Bollien, Bentrup) das normale Niveau. „Doch diese Phasen waren heute leider immer nur von kurzer Dauer“, bedauerte Mittelblockerin Laura Seete: „Ansonsten war Gladbeck in allen Angelegenheiten besser. Dabei waren eigentlich zwei Punkte das Minimum für uns. Doch dann wurde es eine echte Klatsche für uns.“

Allbau Essen, das am Samstag beim längst abgeschlagenen Schlusslicht VCO Schwerin „nur“ mit 3:2 siegte und am Sonntag beim BBSC Berlin mit 2:3 unterlag, hat – freilich bei einem mehr absolvierten Spiel – den Rückstand auf Bad Laer auf einen Zähler verkürzt. Als nächstes treten die Essenerinnen in drei Wochen am vorletzten Spieltag in Bad Laer an.

„Es ist immer noch alles drin“, so Seete: „Wenn wir uns wieder auf unsere Stärken besinnen, sind wir am Samstag in Dingden nicht chancenlos.“ Der Druck sei aber nun nochmals angestiegen, betonte Bentrup: „Das Gute ist: Wir haben weiter alles in der eigenen Hand.“


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