Infrastruktur erheblich verbessert Ära im ORV endet: Zuther gibt Vorsitz an Wegmann ab

Viel erreicht: Jens-Peter Zuther. Foto: Tim Tolhuysen/ORVViel erreicht: Jens-Peter Zuther. Foto: Tim Tolhuysen/ORV

spo/det Osnabrück. „Der Kapitän geht von Bord“ schrieb der Osnabrücker Ruder-Verein über seine Pressemitteilung: Der Vorsitzende Jens-Peter Zuther hatte vor der Jahreshauptversammlung angekündigt, sich nach 14 Amtsjahren nicht erneut zur Wahl zu stellen. Damit endete seine 19-jährige Ära als Vorstandsmitglied des ORV. Zu seinem Nachfolger wurde nun Jens Wegmann gewählt.

„Jens-Peter Zuther hat den Verein sehr gut aufgestellt“, lobt sein Nachfolger: „Osnabrück ist ein wichtiger Stützpunkt im Landesruderverband – und einer der sportlich erfolgreichsten Vereine der Region.“

1980 war Zuther als 15-Jähriger in den Club eingetreten. 1985 verließ er vorübergehend die Stadt zwecks Studium in Hannover. Nach seiner Rückkehr 1995 trat Zuther dem ORV erneut bei, von 1997 bis 2002 war er zweiter Vorsitzender. Die Nachfolge von Thomas Möllenkamp als Vorsitzender übernahm Zuther 2004. Bald gelang dem Architekten mit der Konstruktion und dem Bau der Gymnastikhalle ein Meilenstein. Diese beherbergt die Fahrrad- und Ruder-Ergometer und bietet Raum für Indoor-Sportangebote und Großveranstaltungen wie die Power Challenge.

Ein weiterer Meilenstein war der große Umbau des vor 40 Jahren errichteten Bootshauses von 2010 bis 2012, als der Kraftraum und die Werkstatt verlegt und vergrößert wurden und der Festsaal zum einhundertjährigen Jubiläum renoviert wurde. Aktuell werden die öffentlichen Toiletten renoviert. Die Planung der Sanierung der Umkleiden inklusive der Erneuerung der Belüftungs- und Heizungsanlage ist im Gange. Der ORV hofft auf einen mittelfristigen Anschluss an die öffentliche Wasserleitung.

Zuther hat das „Osnabrücker Modell“ fortgeführt: Das Zentrum bildet das ORV-Bootshaus, von dem Teile an die leistungsstarken Schulruderriegen vermietet sind. Trotz der in der Regel gleichen Interessen war ab und an Zuthers diplomatisches Geschick gefragt, um das System mit über 700 Ruderern stabil zu halten. „Herr Zuther hat die Zusammenarbeit mit den Osnabrücker Gymnasien langfristig vereinbart und damit eine solide Basis für das Rudern als Leistungs- und Breitensport in der Stadt gelegt“, sagt Wegmann, für den Christian Vennemann das Amt des 2. Vorsitzenden übernimmt.

Für Zuther ist der ORV neben dem Breiten- auch immer mit dem Leistungssport verbunden. Mit der steten Berufung von ORV-Ruderern in die Nationalmannschaft, dem Kauf mehrerer Rennboote und der Finanzierung eines Trainers sollte nach seiner Einschätzung einer erfolgreichen Zukunft nichts im Wege stehen.

Achter-Weltmeister und ORV-Ehrenmitglied Jan Tebrügge beantragte, dass Zuther, der die Gründung eines ORV-Fördervereins mit mehreren namhaften Ruder-Persönlichkeiten der Region plant, zum Ehrenpräsidenten ernannt wurd. Dies wird derzeit geprüft.