LGO Osnabrück bei Crosslauf-DM Huhtakangas hofft nach Team-Silber auf Start in Finnland

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Kämpfernatur: Nils Huhtakangas wurde Achter. Foto: Ralf GörlitzKämpfernatur: Nils Huhtakangas wurde Achter. Foto: Ralf Görlitz

Osnabrück. Es war ein Kraftakt über 6,4 Kilometer, aber der Einsatz wurde glänzend belohnt: Mit der Silbermedaille kehrte die U20-Mannschaft der LG Osnabrück von der Deutschen Crosslauf-Meisterschaft im thüringischen Ohrdruf zurück – ein Überraschungserfolg für Nils Huhtakangas, Linus Vennemann und Timon Schöning.

Besonders stach Huhtakangas hervor, der in der Einzelwertung Achter wurde. „Es war eine bärenstarke Leistung. Nils hat eindrucksvoll bewiesen, dass sein siebter Platz im Vorjahr keine Eintagsfliege war“, freut sich LGO-Trainer Anton Siemer.

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In der vorletzten Runde lag Huhtakangas noch auf Platz zehn. „Ich dachte: Wenn ich so knapp am achten Platz bin, dann muss ich die Läufer vor mir einholen“, sagt er. Dabei war die Strecke deutlich schwerer zu bewältigen als im Vorjahr: Regen hatte den Boden aufgeweicht – das verstreute Stroh half da kaum. „Es war ein anstrengendes Rennen, weil es sehr matschig war. Aber genau das liegt mir eigentlich recht gut, wenn man ein bisschen kämpfen und an seine Grenzen gehen muss“, erzählt Huhtakangas.

Nur zwei Drittel der Läufer kommen ins Ziel

Der Lohn war eine Einladung zum Cross in Pforzheim im November, wo er sich zum ersten Mal für die Cross-Europameisterschaft in Finnland qualifizieren könnte. „Das wäre unglaublich, dort mitzumachen“, sagt der 19-Jährige, der finnische Wurzeln hat. In Pforzheim sieht er sich zumindest schon einmal unter den besten fünf, „aber man weiß nie, was die Konkurrenz macht.“

Dass er mit seiner Mannschaft auch noch Vizemeister wurde, konnte er erst gar nicht glauben. „Ich hätte eher mit dem fünften Platz unter 13 Teams gerechnet, denn es gab harte Konkurrenz dieses Jahr.“ Viele seien ausgestiegen, unter anderem auch die favorisierte LG Olympia Dortmund, die mit drei Deutschen Meistern am Start war. In dem Bach, über den der Kurs führte, seien einige knietief eingesunken. „Einer hatte auf der Strecke sogar seinen Schuh verloren. Der ist sicher auch ausgestiegen“, erinnert sich Huhtakangas und muss schmunzeln. Am Ende kamen nur 61 von 89 Startern ins Ziel.

Mit der Staffel plant der Gesamtschüler, schon im Juli bei der Deutschen Meisterschaft in Nürnberg auf der Bahn erneut eine Medaille abzuräumen. „Erst mal will ich aber mein Abitur machen. Dann kann ich mich im Sommer auf das Training konzentrieren“, sagt er.


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