Aufschlagspiel als Knackpunkt Bad Laer: Klassenerhalt näherrücken und Gladbecker Abstieg besiegeln

Meine Nachrichten

Um das Thema OS-Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Seit 1999 spielt Alina Hellmich (Nr. 10) im SV Bad Laer Volleyball– am liebsten auch zukünftig in der 2. Liga.Foto: FrankenbergSeit 1999 spielt Alina Hellmich (Nr. 10) im SV Bad Laer Volleyball– am liebsten auch zukünftig in der 2. Liga.Foto: Frankenberg

Bad Laer. Die heiße Phase im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Liga als bislang größter Erfolg der Volleyballabteilung des SV Bad Laer startet für das Frauenteam am Samstag (20 Uhr) zuhause gegen die TV Gladbeck Giants. Mit einem Sieg würden die Gastgeberinnen den Gladbecker Abstieg besiegeln.

Zur Erinnerung: Das junge, mit einem Sonderspielrecht ausgestattete Team von Tabellenschlusslicht VCO Schwerin (erst 1 Punkt) ist unabsteigbar. Die beiden Abstiegsplätze werden somit zwischen dem Tabellen-Viertletzten SV Bad Laer (21 Punkte), Drittletzten VC Allbau Essen (17) und Vorletzten Gladbeck (14) ausgespielt. Essen will am Samstag in Schwerin einen Pflichtsieg landen und hofft darauf, dass Bad Laer gegen Gladbeck verliert oder zumindest nur zwei statt der drei möglichen Punkte holt. Das Essener Restprogramm, darunter das Duell in Bad Laer am vorletzten Spieltag (7. April), ist auf dem ersten Blick etwas leichter als das der Bad Laerer Mannschaft. Sollten Bad Laer und Essen am Saisonende punktgleich sein, hätte Essen aufgrund der höheren Anzahl an Saisonsiegen die Nase vorn.

„Wir haben alles selbst in der Hand. Ich bin noch relativ entspannt“, sagt Alina Hellmich, die erfahrene Mittelblockerin des SV Bad Laer: „Uns ist aber schon bewusst, dass das Spiel gegen Gladbeck besonders wichtig ist und wir unbedingt punkten müssen. Dieser Umstand soll aber nicht dazu führen, dass wir uns zu sehr unter Druck setzen.“

Hellmich war bereits in der Saison 2010/2011 dabei, als die Bad Laererinnen in ihrer ersten Zweitligasaison chancenlos waren. „Wir waren nicht schlechter als jetzt besetzt. Aber das jetzige Team ist über Jahre super zusammengewachsen und somit eingespielter als das damalige. Und wir sorgen jetzt – beispielsweise über Michelle Bollien und Laura Seete – für mehr Überraschungsmomente als damals“, beschreibt die 26-Jährige, die seit 1999 in Bad Laer Volleyball spielt: „Und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern.“

In den knapp drei spielfreien Wochen hat die Mannschaft von Trainerin Danuta Brinkmann, der zuvor eine mehrwöchige Grippewelle zu schaffen machte, zunächst regeneriert. In der vergangenen Woche und in dieser standen jeweils ein Trainingsspiel gegen den VfL Oythe an. „Wir sind im Rhythmus geblieben. Und weil jetzt auch unsere Kapitänin Franziska Bentrup wieder an Bord ist, haben wir in unserem kleinen Kader eine wichtige Option mehr“, sagt Hellmich: „Es ist auch deshalb wichtig, dass Kiki wieder dabei ist, weil sie immer eine positive Stimmung mitbringt.“

Das Hinspiel hatte ihre Mannschaft mit 3:0 gewonnen, dabei im ersten Satz (25:11) geglänzt und in den Durchgängen zwei und drei (25:23, 27:25) große Nervenstärke bewiesen. „Wenn wir erneut so gut aufschlagen und die Gladbecker Annahmeschwächen nutzen, dürfte es wieder gut laufen“, ist die Speditionskauffrau, die auf eine lautstarke Unterstützung der Fans setzt, überzeugt.

Mit „Beach-As“ Katharina Schillerwein und der US-Amerikanerin Kayla Agae haben sich die Giants im Winter auffällig verstärkt. Doch auch mit den Zugängen lief es auswärts bislang nicht besser: Nach dem 3:1-Erfolg zum Saisonstart in Essen siegte Gladbeck nur noch in Schwerin und gewann ansonsten auf fremden Terrain nur einen Satz. Das soll so bleiben. „Wenn die Mädels die Klasse erhalten. wären sie wahre Helden. Es würde zeigen, dass unser Konzept, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, Erfolg haben kann“, sagt Abteilungsleiter Stefan Bertelsmann.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN