Favoriten setzen sich im Einzel durch TSG Dissen richtet erfolgreich Schüler-DM im Tischtennis aus

Von Lennart Albers

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Dissen. Sportlich griff die TSG Dissen zwar nicht ins Geschehen ein, doch allein die Organisation der Deutschen Tischtennismeisterschaft der Schüler (U15) war für den Verein ein Riesenerfolg: Lob gab es deswegen von höchster Stelle.

Wie gut die Abläufe bei der TSG organisiert waren, war zwischen dem letzten Halbfinale und den Endspielen zu sehen. Gerade erst war die Entscheidung um den Finaleinzug gefallen, da bauten die Helfer einmal die komplette Halle um: Zehn Tische wurden abgebaut, die Banden an den Rand geschoben und innerhalb von fünf Minuten waren zwei Finalcourts inklusive Schiedsrichtertischen und Bänken für die bereits ausgeschiedenen Spieler und Trainer rundherum errichtet.

Auch Organisationschefin Doris Diekmann packte mit an und präsentierte schon mal die Siegerpokale. „Jede Hand hat kräftig mitgeholfen und dadurch für einen tollen Ablauf gesorgt“, lobte Diekmann ihre rund 100 Helfer.

Von Professionalität beeindruckt

Die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft verlangte dem Verein einiges ab. Drei Tage war die Halle fest in der Hand der 96 besten Nachwuchsspieler Deutschlands. Mit großen Turnieren kennt sich die TSG zwar aus, doch die Professionalität, die selbst in dieser Altersklasse schon herrscht, beeindruckte Diekmann: „Die Anforderungen sind groß und dieses nationale Flair ist etwas ganz Besonderes.“ So wurden die Spiele im Internet per Livestream übertragen und zusätzlich von den Trainern gefilmt. Auf einen Tisch richteten sich da schon mal vier Kameras gleichzeitig. Zur Tagesordnung gehörten außerdem Schlägerkontrollen. Das wurde einem Nachwuchsspieler zum Verhängnis, dem ein Sieg aberkannt wurde, weil sein Schläger nicht regelkonform war.

Den Titel spielten am Ende erwartungsgemäß die Akteure aus Bayern, Baden-Württemberg und aus dem Westdeutschen Verband untereinander aus. Bei den Jungen siegte der topgesetzte Mike Hollo (Kolbermoor) mit 4:2 Sätzen im bayrischen Duell gegen Hannes Hörmann (Hilpoltstein). Beide standen wenigen Minuten zuvor noch im Doppel-Finale zusammen am Netz, mussten jedoch eine 0:3-Niederlage gegen Jeromy Löffler (Hohberg) und Uros Bojic (Stuttgart) hinnehmen. Bei den Mädchen gewann Leonie Berger (Düsseldorf), die ebenfalls an Nummer eins gesetzt war, mit 4:1 gegen Annett Kaufmann (Bietigheim-Bissingen). Im Doppelfinale standen sich die beiden bereits gegenüber. Dort hatten Kaufmann und ihre Partnerin Naomi Pranjkovic (Kolbermoor) mit einem knappen 3:2 gegen Berger und Hannah Schönau (Mariaweiler) das bessere Ende für sich.

„Druck ist schon hoch“

Aufmerksam beobachtet wurde das Finale von Schülerinnen-Bundestrainerin Lara Broich. Die 27-Jährige kennt alle Spielerinnen auf dieser Ebene, sammelte bei der prestigeträchtigen Deutschen Meisterschaft jedoch wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der psychischen Stärke der Nachwuchsspielerinnen: „Hier geht es eben um den Deutschen Meister und durch das K.-o.-System ist der Druck schon hoch. Man sieht hier, wer damit besser umgehen und auch in schwierigen Situationen weiter angreifen kann.“ Ein Lob für die TSG Dissen hatte die Bundestrainer schließlich auch übrig: „Eine sehr, sehr gute Veranstaltung. Wir kommen gerne wieder.“


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