Ab 1. Juli in eigener Verwaltung Stadt kündigt Pachtvertrag des OSC für Halle in Atter

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Die große Sporthalle (links) auf dem Gelände der ehemaligen Landwehrkaserne soll ab dem 1. Juli von der Stadt verwaltet werden. Archivfoto: Michael GründelDie große Sporthalle (links) auf dem Gelände der ehemaligen Landwehrkaserne soll ab dem 1. Juli von der Stadt verwaltet werden. Archivfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Der Osnabrücker Sportclub ist verstimmt: Der Rat der Stadt Osnabrück hat in seiner jüngsten Sitzung bei Enthaltung der BOB-Fraktion mehrheitlich entschieden, den Pachtvertrag des OSC für die städtische Sporthalle auf dem ehemaligen Kasernengelände an der Landwehrstraße zu kündigen.

OSC-Geschäftsführer Hendrik Witte konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. Das Votum sei „ein bisschen schade“, sagte er. „Wir sind 2009 eingesprungen, als kein anderer die Halle verwalten wollte, haben Herzblut, Schweiß und Geld hineingesteckt und stehen jetzt mit leeren Händen da“, fasste Witte den vorherrschenden Eindruck beim OSC zusammen.

Zum 1. Juli dieses Jahres nimmt die Stadt die Verwaltung der Halle in eigene Hände. Ein Modell wie bei der Halle der früheren Limbergkaserne, die durch den Stadtsportbund verwaltet wird, kommt nicht zum Tragen.

Hinter den Kulissen wurde schon länger um die Halle im Stadtteil Atter gerungen. Vor dem Hintergrund, dass an der Landwehrstraße ein Neubaugebiet für 2500 Menschen heranwächst, setzte sich nun die Haltung durch, dass die Halle vorrangig den kleineren ortsansässigen Vereinen aus Eversburg und Atter zur Verfügung stehen soll, damit diese den neuen Anwohnern sportliche Angebote machen können. SPD, CDU, die Grünen, die UWG/Piraten-Gruppe und Die Linke brachten gemeinsam den Antrag in den Rat ein.

Der OSC hofft, dass er seine Hallenzeiten an der Landwehrstraße behalten kann. Vor allem einige Basketballmannschaften, aber auch Fußballer und Kampfsportler sind dort mit Trainingszeiten heimisch. Nicht betroffen ist die kleine benachbarte Boxhalle, die nach Vereinsangaben weiter vom OSC betrieben wird und die der Verein gerne perspektivisch kaufen will.

Die Ratsentscheidung soll die Zusammenarbeit zwischen dem OSC und dem SV Atter, Ballsport Eversburg sowie dem SV Eversburg nicht negativ beeinflussen. „Dafür kommen wir viel zu gut mit den Vereinen aus Atter und Eversburg klar“, kündigt Witte an, dass der Sportclub seine Gespräche mit den örtlichen Vereinen vorantreiben will.


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