Als Spitzenreiter in die Playoffs Girolive-Panthers schlagen Bergische Löwen 89:70

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Viele Freiräume bekamen die Panthers wie hier Merve Silik (am Ball) beim Sieg gegen die Bergischen Löwen. Foto: Helmut KemmeViele Freiräume bekamen die Panthers wie hier Merve Silik (am Ball) beim Sieg gegen die Bergischen Löwen. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Die Girolive-Panthers gehen als Spitzenreiter in die Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga. Platz eins war den OSC-Frauen schon nach der Neusser Niederlage in Wolfenbüttel am Samstag nicht mehr zu nehmen. Am Sonntag ließen die Panthers einen 89:70-Sieg gegen den Tabellenletzten Bergische Löwen folgen.

Die Panthers konnten wieder auf Evita Iiskola (nach Erkältung) und Emily Enochs (nach Fingerbruch) zurückgreifen, mussten dafür aber ohne Jacinda Myers-Sanders (Sprunggelenksverletzung) auskommen. Einen weiteren Rückschlag gab es nach knapp fünf Minuten, als Melina Knopp beim Wurfversuch mit Gegnerkontakt unglücklich aufkam und umknickte. 9:4 führten die Panthers da. Trotz des Rückschlags setzte sich der OSC auf 13:4 ab, musste danach auch wieder Punkte des Tabellenletzten hinnehmen, aber hatte die Partie jederzeit im Griff. 23:15 stand es nach dem ersten Viertel.

Knopp kehrt zurück

Zu Beginn des zweiten Viertels haderten die Panthers mit ihren Würfen – bis Jenny Strozyk ihren zweiten Dreier der Partie versenkte (26:19/13. Minute). Mit viel Bewegung erarbeiteten sich die Panthers Freiräume, das Teamspiel lief zusammen, die Würfe saßen. Die Löwen hingegen nutzten auch gute Abschlussmöglichkeiten nicht. So zog der OSC auf 34:19 davon. Eine Auszeit der Gäste brach den Rhythmus der Panthers, die nicht mehr so zuverlässig trafen. Die Löwen arbeiteten sich auf drei Punkte heran (38:35/19.), aber der OSC riss sich nach eigener Auszeit zusammen. Knopps Rückkehr für einen Kurzeinsatz war eine der besten Nachrichten für die Osnabrückerinnen, bevor Milica Milosev mit einem Dreier den Schlusspunkt zum 45:35-Pausenstand setzte.

OSC kommt über gute Abwehrarbeit wieder besser ins Spiel

Verkrampft begann das dritte Viertel, in dem die Panthers erst einmal von Einzelaktionen lebten. Offensiv ging der OSC nicht mehr mit letzter Konsequenz zur Sache. Defensiv bedrängten die Panthers den Tabellenletzten beim Abschluss oft zu halbherzig, packten aber zumindest bei den Rebounds zu. Als die Abwehr besser stand, mehr Druck machte und sich Bälle pflückte, lief es auch im Angriff wieder besser. Zwei weitere Dreier von Strozyk und ein Distanztreffer von Emma Eichmeyer halfen, den Vorsprung vor dem Schlussviertel auf 71:50 auszubauen.

Letztes Viertel geht verloren

In den finalen zehn Minuten sollte der Sieg der Panthers nicht mehr in Gefahr geraten. Allerdings ließ der OSC die Gäste zu einfach werfen. Vor allem Deeshyra Thomas hatte genügend Platz, ihre Bilanz aufzubessern. Bei den Gastgeberinnen packte vor allem Mikaela Gustafsson noch ein paar Zähler auf ihr Konto. Auch sie konnte nicht verhindern, dass das vierte Viertel aus Panthers-Sicht verloren ging, aber das war nur ein kleiner Schönheitsfehler: Mit stehendem Applaus wurde der Spitzenreiter in den letzten Spielsekunden begleitet.

Sicherer Sieg trotz „schläfriger Phasen“

„Wir hatten zwischendurch schläfrige Phasen, haben aber dank einer Teamleistung klar gewonnen“, freute sich Topscorerin Jenny Strozyk (18 Punkte). „Auch wenn wir mal den Fokus verloren haben, haben wir das Spiel trotzdem sicher nach Hause gefahren“, pflichtete ihr Kapitänin Melina Knopp bei. „Wir haben die Partie solide runtergespielt“, befand Panthers-Trainer Mario Zurkowski. Weil die Partie frühzeitig entschieden war, habe sein Team „defensiv nicht mehr die Intensität aufs Feld gebracht“. Nur die Verletzung von Knopp ärgerte den Trainer noch mehr als die 70 Punkte der Löwen. „Eine Verletzung braucht man in so einem Spiel nicht. Es gibt für uns noch wichtigere Spiele“, sagte Zurkowski mit Blick auf die Playoffs, die ab dem 25. März den TuS Lichterfelde als Gegner bereithalten.


Panthers: Tonia Dölle 7 Punkte, Emma Eichmeyer 12/1 Dreier, Emily Enochs, Mikaela Gustafsson 17, Evita Iiskola 4, Melina Knopp, Milica Milosev 17/1, Merve Silik, Jenny Strozyk 18/4, Dara Taylor 8, Ramona Tews 6/1.

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