„Ich bin richtig stolz“ Judoka Drexler setzt Serie bei Deutscher U-18-Meisterschaft fort

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Stolzer Deutscher Meister: Philip Drexler (links) mit Crocodiles-Trainer Teja Ahlmeyer. Foto: Jörn MartensStolzer Deutscher Meister: Philip Drexler (links) mit Crocodiles-Trainer Teja Ahlmeyer. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Eindrucksvoll hat Philip Drexler (Judo Crocodiles) mit seinem DM-Sieg in der Klasse bis 46 Kilogramm in Herne bewiesen, warum ihn sein Trainer Teja Ahlmeyer eines der größten deutschen Talente nennt. „Ich bin richtig stolz auf diesen Titel. Einen Podestplatz hatte ich erwartet, den Sieg aber nicht“, sagte Drexler.

Nach dem Dutch Open, der Landesmeisterschaft und der Norddeutschen Meisterschaft holte der Oldenburger ein weiteres Mal ungefährdet den Titel. „Philip hat die Deutsche Meisterschaft extrem überlegen gewonnen“, sagt sein Trainer. Was auch deshalb nicht selbstverständlich ist, weil sein 14-jähriger Schützling dem jüngsten Jahrgang der Altersklasse U18 angehört. „In der U18 sind die Gegner schon stärker geworden“, sagt Drexler. Und dennoch siegte er in allen der insgesamt 20 Kämpfen der vier Turniere vorzeitig. Das DM-Finale gegen Viktor Wandtke (Lübeck) hatte er bereits nach zehn Sekunden für sich entschieden.

„Philip hat ein wahnsinnig gutes Bewegungsgefühl und ein starkes technisches Verständnis. Er agiert in seinen Kämpfen sehr schlitzohrig – und hat Nerven wie Drahtseile“, lobt Ahlmeyer, der den DM-Sieger seit vier Jahren trainiert. Drei bis viermal die Woche werden Philip und sein zwei Jahre älterer Bruder Dominik (DM-Zweiter in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm) von ihren Eltern von Oldenburg zum Training nach Osnabrück gefahren. „Das ist klasse von ihnen“, lobt der Sohn, der sich freute, dass diese auch in Herne dabei waren. Ebenso wie sein Vereinskamerad und Freund Finn Luka Reddig, der ihm bei den Aufwärmübungen als Trainingspartner half.

Nächste Herausforderung: Bremen Masters

„In Osnabrück habe ich eine starke Konkurrenz, mit der man sich sehr gut vergleichen und verbessern kann“, sagt Drexler, der seit mehr als zwei Jahren an Bundessichtungsturnieren teilnimmt und seine einzige Niederlage dieser Saison beim Europacup in Italien kassierte – in der für ihn ungewohnten Klasse bis 50 Kilogramm, denn eine leichtere Gewichtsklasse gibt es auf dieser Ebene nicht. „Dort wird sich Philip auch schnell etablieren“, sagt Ahlmeyer.

Drexler weiß zu schätzen, von Ahlmeyer trainiert zu werden. „Teja bringt uns viele Techniken bei und zeigt uns sehr gut, wie man sie durchbringen kann. Zudem analysiert er die Gegner schnell, sodass er uns vor den Kämpfen starke Tipps gibt.“

In zweieinhalb Wochen steht beim Bremen Masters die nächste große Herausforderung für Drexler an. Das Turnier ist ähnlich stark besetzt wie die Europacup-Wettbewerbe, bei denen er anschließend antritt.


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