Neues Nachwuchskonzept trägt Früchte Die Tennisregion Osnabrück entwickelt sich positiv

Von Peter Vorberg

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Ausgezeichnet wurde der verdiente Schatzmeister Oliver Eggers. Foto: HehmannAusgezeichnet wurde der verdiente Schatzmeister Oliver Eggers. Foto: Hehmann

Osnabrück. Die Tennisregion Osnabrück befindet sich im Aufschwung. Auf der Jahreshauptversammlung informierten der Vorsitzende Uwe Welz und weitere Referenten über viele interessante Themen. Einziger Wermutstropfen: Nur zehn der rund 80 Vereine waren vor Ort.

Etwa 11000 Tennisspieler vertritt der Vorstand mit Uwe Welz (Osnabrücker SC) an der Spitze, der in den vergangenen zwei Jahren mit einer motivierten Vorstandsriege einiges in der Region bewegt hat. Allen voran ist die Umsetzung des neuen Jugendkonzepts von den Regionstrainern Carina Mennemann (TC Oesede) und Dalibor Krisanovic (Osnabrücker TC) zu nennen, die bereits erste Erfolge hervorgebracht hat.

Schatzmeister Oliver Eggers (Spvg. Haste) und Jugendwart Lars Peters (TC Hilter) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Auch Jüngstenwartin Maren Neudeck (Spvg Haste) erhielt viel Applaus für ihre engagierte Arbeit. Für seine 16-jährige Tätigkeit für die Region als Kassenwart erhielt Eggers die goldene Ehrennadel des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen (TNB), der sich am 1. Januar 2018 aus den Verbänden NTV (Niedersachsen) und Nordwest (Bremen) neu gebildet hat.

„Es war eine ereignisreiche Zeit, die wir zusammen erlebt haben“, begann Uwe Welz die Laudatio. „Du hast mit deiner ruhigen sympathischen Art immer dazu beigetragen, Probleme anzugehen. Du hast dadurch oftmals die Lage beruhigt“, so das Lob auf den Schatzmeister Eggers, der in den vergangenen Jahren zusätzlich die Zeit fand, als Trainer die Herren der Spvg. Haste und die Damen von Westfalia Westerkappeln auf Verbandsebene zu betreuen. Familienvater Eggers war zudem selber aktiv und belegte in 2017 in der ITF-Weltrangliste der 40 bis 45-Jährigen den 15. Platz. „Du hast dich immer für alle Vereine eingesetzt. Damit bist du einfach prädestiniert für diese Auszeichnung“, schloss Welz seine Lobrede auf Eggers ab.

Der Vorsitzende Welz berichtete im Anschluss über Entwicklungen im Deutschen Tennisbund (DTB), über Themen aus dem Niedersächsischen Tennis sowie über die Arbeit in der Region. Jugendwart Lars Peters erläuterte viel Positives in Sachen Nachwuchsarbeit, die unter Leitung der Trainer Mennemann und Krisanovic sowie dem Helferteam mit Janina Beermann (TC VfL Osnabrück), Kirsten Raude, Simone Heine (beide OTC) und Maren Schütte (TSV Wallenhorst) deutlich an Qualität und Akzeptanz gewonnen hat. 56 Kinder aus 17 Vereinen nehmen aktuell am Kadertraining teil, das zwei- bis dreimal die Woche stattfindet. Die Erfolge auf Niedersachsenebene, beispielsweise Platz neun des Region-Jüngstenteams (U8 bis U10), die Halbfinalteilnahme von Dave Winkler (OTC Jg. 2006) bei den Landemeisterschaften sowie die Jugend-Bezirksmeisteschaft des Regions-Teams sind erste Fingerzeige für die kommenden Jahre.

Talente wie Carlotta Seling (TV Wellingholzhausen), Ida Wobker und Colin Winkler (beide OTC) drängen in die niedersächsische Spitze. Wie gut es läuft, beweist das erstmalig vom Verband vorgenommene Qualitätsmanagement, das die Regionen neuerdings jährlich testet. „Da haben wir 75 Prozent erreicht, das ist ein sehr guter Wert“, freut sich Jugendwart Lars Peters:. „Die Vereine öffnen sich immer mehr, die Entwicklung ist sehr positiv.“

Ebenfalls Thema war die Vorstellung des neuen Pflicht-Spielballs der Firma „Wilson“, der in Niedersachsen ab sofort bei allen offiziellen Spielen gespielt werden muss. „Da können die Vereine eine ganze Menge Kosten sparen. Die Qualität ist gut“, sagte Welz. Nähergebracht wurde zudem das Vereinsmanagement-Programm Quick Check (e-Mail an vereinsservice@tennis-tnb.de), das den Vereinen bei ihrer Entwicklung helfen soll. „Es zeigt den Status Quo und gibt einen Vergleich zu den umliegenden Vereinen“, erklärt Nicolas Sanchez de la Torre vom TNB. „Das Ergebnis ist eine gute Grundlage, um Verbesserungspotenziale festzustellen.“

Der TNB, der bis zum 15. März um die Meldung der Teams für den Sommerspielbetrieb bittet, startet mit dem DTB auch eine Offensive zum Thema Inklusion. „Menschen mit Behinderung nehmen das Tennisspielen dankbar an. Gehörlose, Blinde sowie Menschen im Rollstuhl können alle Tennis spielen. Wir geben den Vereinen Hilfen, wie das geht“, so de la Torre.

Informationen, auch zum kommenden Spielbetrieb, gibt es im Internet unter www.tnb-tennis.de.


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