2. Basketball-Bundesliga Heimrecht perfekt: Panthers schlagen Lichterfelde 78:58

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Große Gegenwehr leistete der TuS Lichterfelde, wie die Panthers-Spielerinnen Emma Eichmeyer und Mikaela Gustafsson (von links) von Marion Powilleit (links) und Leyla Öztürk (rechts) zu spüren bekamen. Foto: Helmut KemmeGroße Gegenwehr leistete der TuS Lichterfelde, wie die Panthers-Spielerinnen Emma Eichmeyer und Mikaela Gustafsson (von links) von Marion Powilleit (links) und Leyla Öztürk (rechts) zu spüren bekamen. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Die Girolive-Panthers haben im 18. Spiel ihren 15. Sieg in der 2. Basketball-Bundesliga gefeiert. Nach Anlaufschwierigkeiten setzte sich der Tabellenführer aus Osnabrück erst im Schlussviertel deutlich ab, bezwang den Tabellenvierten TuS Lichterfelde mit 78:58 und sicherte sich das Heimrecht in der ersten Playoffrunde.

Vorne nicht treffsicher, unter beiden Körben bei den Rebounds unterlegen – die Panthers kamen denkbar schlecht in die Partie. Das 0:4 konterte Tonia Dölle noch im Alleingang, aber dann ließ der OSC die Gäste davonziehen. Nyara Sabally dominierte mit ihrer Größe das Spiel der Gäste. Zudem ließen die Panthers Lena Gohlisch Freiraum für Würfe. 8:15 lag der OSC zurück, als Trainer Mario Zurkowski eine Auszeit nahm. Weil Sabally eine Verschnaufpause erhielt und die Panthers bissiger verteidigten, lief es plötzlich. Ein 11:0-Lauf brachte die Gastgeberinnen mit 19:15 nach dem ersten Viertel in Front.

Panthers tun sich nach Saballys Verletzung schwer

Im ersten Angriff des zweiten Viertels verletzte sich Sabally, aber das war nur ein vermeintlicher Vorteil für die Panthers, die erst einmal wieder in Rückstand gerieten (19:23/14. Minute). Als Milica Milosev ihren zweiten Dreier des Spiels traf, war der OSC dicht dran (24:25) – der Distanzwurf nach etwas mehr als sechs Minuten war allerdings erst der zweite Panthers-Treffer des Viertels. Ohne ihre Vorzeigespielerin rissen sich die Berlinerinnen zusammen, spielten sich ihre Abschlüsse besonnen heraus und trafen hochprozentiger als die Gastgeberinnen, die sich unter anderem mit einer 100-Prozent-Quote von der Freiwurflinie (10 von 10) den Ausgleich erarbeiteten. Ramona Tews sicherte mit der Sirene eine knappe 35:33-Pausenführung der Panthers.

OSC setzt sich langsam ab

Der OSC bot nach der Pause Lücken in der Abwehr, die Lichterfelde jedoch nicht nutzte. Bei den Panthers lief der Ball besser, aber das reichte erst mal nicht, um sich abzusetzen. Die bis dato glücklos Spielmacherin Dara Taylor benötigte einen unbedrängten Fastbreak und das schnelle Zuspiel von Milosev, um ihre ersten Punkte aus dem Spiel heraus zu machen (41:37/26.). Ein richtiger Lauf entwickelte sich daraus nicht. Es brauchte erst den vierten Dreier von Milosev und einen Ballgewinn, um den Vorsprung zweistellig werden zu lassen (49:39/29.). Mit 50:43 ging es in den Schlussabschnitt.

Am Ende wird es deutlich

Emma Eichmeyer und Tews bauten die Führung leicht aus. Gewonnen war die Partie damit noch nicht, aber das Polster gab mehr Sicherheit und war eine gute Basis. Die Verteidigung des OSC stand besser. Lichterfelde tat sich immer schwerer, der Kräfteverschleiß beim TuS machte sich bemerkbar. Mikaela Gustafsson sorgte für sechs OSC-Punkte in Serie. Jenny Strozyk ließ einen Dreier und weitere Punkte folgen: Mit dem 69:53 (37. Minute) war eine Vorentscheidung gefallen. Jeden Ballgewinn nutzte der OSC nun zum Fastbreak. Nachwuchsspielerin Merve Silik sorgte mit ihrem Korb für eine 20-Punkte-Führung (76:56/39.), die mit der Endsirene Bestand hatte. Mit dem 78:58 ist dem OSC das Heimrecht zumindest in der ersten Runde der Playoffs sicher.

„Haben uns ins Spiel gearbeitet“

„Wir haben uns nur durch die Defense zurückgearbeitet und sind so wieder zurück ins Spiel gekommen“, sah Emma Eichmeyer den Schlüssel zum Erfolg in der Abwehrarbeit nach der Halbzeitpause. „Es war ein hart erarbeiteter Sieg, aber man hat gesehen, dass wir jeden kompensieren können, der einen schlechten Tag hat oder krank ist“, freute sich Jenny Strozyk. „Bei beiden Teams hat ein bisschen die Spannung gefehlt. Berlin war zu Beginn motivierter und fokussierter. Wir haben uns dann ins Spiel gearbeitet“, sagte Trainer Mario Zurkowski.


Panthers: Tonia Dölle 9 Punkte/1 Dreier, Emma Eichmeyer 9, Mikaela Gustafsson 19, Melina Knopp, Milica Milosev 18/4, Jacinda Myers-Sanders, Merve Silik 2, Jenny Strozyk 12/2, Dara Taylor 3, Ramona Tews 6.

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