53:56-Niederlage gegen Grünberg Titans rutschen nach elfter Saisonpleite auf Rang sieben ab

Von Ansgar Maßbaum

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Kampf um den Ball: Die Titans mit Xylina Mc Daniel (rechts) zogen gegen Grünberg den Kürzeren. Foto: Helmut KemmeKampf um den Ball: Die Titans mit Xylina Mc Daniel (rechts) zogen gegen Grünberg den Kürzeren. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Die Basketballerinnen der Osnabrücker TB Titans hatten sich vor dem letzten Heimspiel in der 2. Basketball-Bundesliga viel vorgenommen. Aber nach der 53:56-Niederlage gegen die Bender Baskets Grünberg stand das Team von Trainer James Hannah mit leeren Händen da – trotz einer starken Aufholjagd.

Durch die elfte Saisonniederlage überholt Grünberg in der Tabelle die OTB-Frauen, die von Platz sechs auf Rang sieben abrutschen. „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, sind dann super zurückgekommen und haben in den letzten vier Minuten keine Antworten mehr gehabt“, bilanzierte ein enttäuschter Hannah.

Bryant ragt heraus

Schon nach eineinhalb Minuten lagen die OTB-Frauen mit 0:8 zurück, sodass Hannah zur ersten Ansprache an der Seitenlinie gezwungen war. Da hatten die Grünberger, die nur mit sieben Feldspielerinnen angereist waren, bereits zwei Dreier versenkt. Von Beginn an spielten sie eine aggressive Personenverteidigung und hatten das Spiel unter Kontrolle. Außer N´Dea Bryant, die mit 27 Punkten und zehn Rebounds in ihrem vermutlich letzten Gastspiel in Osnabrück erneut stark aufspielte, hatten die Osnabrückerinnen in Abschnitt eins keine schlagkräftigen Argumente aufzubieten. Grünberg wirkte in all seinen Aktionen griffiger und willensstärker. Der OTB dagegen war von der Rolle. Mit 13 Punkten Rückstand ging es die Pause.

„Noch schlimmer kann es nicht kommen. Das war die schlechteste erste Halbzeit in dieser Saison“, sagte Hannah in der Pause und gab seinen Spielerinnen mit auf den Weg: „Macht es einfach besser.“ Und das taten sie. Stück für Stück kämpften sich die Titans heran und ließen den Vorsprung der Hessen schmelzen. Als der OTB mit 39:38 in Führung ging, stand die gesamte Bank der Titans Kopf. Aufbauspielerin Annemarie Potratz sorgte später mit zwei Dreiern für ein kleines Polster (52:44).

Spiel gedreht, dann wieder nachgelassen

Aber die Hessen blieben bissig, attackierten und glichen zum 52:52 aus. Zwar brachte Xylina Mc Daniel Freiwurftreffer die Osnabrückerinnen noch einmal in Führung, doch Grünbergs Margaret Proffitt und Charlotte Kohl sorgten mit ihren Körben für den 53:56-Endstand. Die letzten Dreierversuche von OTB-Kapitänin Michelle Müller und Maike Hagedorn kurz vor Abpfiff prallten von der Ringkante ab und besiegelten die Niederlage, die insgesamt in Ordnung geht. Denn nach schwacher erster Halbzeit wachten sie erst nach der Pause auf und waren von 40 Minuten Spielzeit nur 16 wirklich richtig im Spiel.

„Grünberg hat das schon sehr gut gemacht“, schickte Potratz ein Lob an ihren Ex-Klub. „Natürlich sind wir angefressen. Dass wir unser letztes Heimspiel und den sechsten Tabellenplatz eingebüßt haben, ist schon sehr bitter. Wir sind stark zurückgekommen und hatten die Hand am Sieg. Vier Minuten vor Spielschluss haben wir zu aber viele eigene Fehler gemacht und wirkten verkrampft.“

Auch Bryant war enttäuscht: „Wir sind leider nicht in unseren Rhythmus gekommen und haben im Spiel zu viele Fehler gemacht. Dennoch haben wir eine tolle Saison gespielt. Es hat riesig Spaß gemacht in Osnabrück mit den Titans zu spielen“, sagte sie.


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