„Keinen Zugriff aufs Spiel bekommen“ Panthers kassieren dritte Saisonniederlage in Wolfenbüttel

Von Johannes Kapitza

Lichtblick: Tonia Dölle (rechts), hier im Hinspiel gegen das Wolfpack, drehte im Rückspiel in Wolfenbüttel richtig auf. Archivfoto: Helmut KemmeLichtblick: Tonia Dölle (rechts), hier im Hinspiel gegen das Wolfpack, drehte im Rückspiel in Wolfenbüttel richtig auf. Archivfoto: Helmut Kemme

Wolfenbüttel/Osnabrück. Die Girolive-Panthers haben ihre dritte Saisonniederlage hinnehmen müssen. Beim Wolfpack Wolfenbüttel verloren die Osnabrückerinnen mit 60:68, behalten aber die Tabellenführung in der 2. Basketball-Bundesliga. Panthers-Trainer Mario Zurkowski war vom Auftritt seiner Mannschaft enttäuscht.

5:0 führten die Panthers durch Punkte von Dara Taylor. Das 10:9 nach fünf Minuten war die letzte Osnabrücker Führung der gesamten Partie. Auf 17:10 zog Wolfenbüttel davon, führte 19:12 nach dem ersten Viertel und gab auch danach den Ton an. Mehr als der 21:21-Ausgleich zu Beginn des zweiten Viertels war nicht mehr drin. Bis zur Pause waren die Gastgeberinnen auf 34:26 davongezogen.

Wolfenbüttel hält die Panthers auf Distanz

Den dritten Abschnitt gestalteten die Panthers offener, kamen durch einen Dreier von Tonia Dölle und einen Freiwurf von Mikaela Gustafsson auf 41:43 heran und gingen mit nur noch vier Zählern Rückstand (41:45) ins Schlussviertel. Den eröffnete das Wolfpack jedoch hochkarätig: Die ersten vier Treffer erzielte Wolfenbüttel von jenseits der Dreierlinie und konterte die Osnabrücker Aufholbemühungen. Bei zehn Punkten Differenz (66:56, 39. Minute) war die Vorentscheidung gefallen. OSC-Spielmacherin Taylor traf mit der Schlusssirene zum 68:60-Endstand.

Zurkowski: Wolfenbüttel wollte den Sieg mehr

„Das, was wir letzte Woche gegen Neuss gut gemacht haben, haben wir heute nicht gut gemacht. Wolfenbüttel wollte diesen Sieg mehr. Wir haben es mental zu keinem Zeitpunkt geschafft, Zugriff auf das Spiel zu bekommen“, sagte Panthers-Trainer Mario Zurkowski. Beim Blick auf die Tabelle sei die dritte Niederlage „kein Beinbruch“. Die Panthers behalten die Führung vor der punktgleichen TG Neuss. „Ich erwarte, dass jetzt auch die Letzte verstanden hat, dass Erfolg nur ein Resultat von harter Arbeit ist“, sagte Zurkowski, „wir dürfen uns nicht erlauben, körperlich oder mental zu relaxen“.


Panthers: Tonia Dölle 21 Punkte/3 Dreier, Emma Eichmeyer, Mikaela Gustafsson 7, Evita Iiskola 6, Melina Knopp 10/2, Milica Milosev 3/1, Jacinda Myers-Sanders, Merve Silik, Jenny Strozyk, Dara Taylor 13/1, Ramona Tews.