Panthers vor Spitzenspiel Gustafssons Eltern kommen gegen Neuss als Glücksbringer

Von Christoph Schillingmann


Osnabrück. Das Spitzenspiel steht vor der Tür: Die Zweitliga-Basketballerinnen der Girolive-Panthers treffen am Sonntag um 17 Uhr als Spitzenreiter auf den Tabellenzweiten TG Neuss Tigers. Damit es mit einem Sieg klappt, hat Panthers-Spielerin Mikaela Gustafsson einen Glücksbringer einfliegen lassen.

Ein paar Mal pro Saison lassen es sich die Eltern der Schwedin nicht nehmen, ihre Tochter bei den Spielen in Osnabrück anzufeuern. „Sie waren schon oft hier“, sagt die 23-Jährige. Mats und Susanne Gustafsson haben im vergangenen Jahr fünfmal den weiten Weg aus Skandinavien auf sich genommen, um die Panthers zu sehen.

Zuletzt waren Gustafssons Eltern Anfang Januar in Deutschland. „Sie waren hier, als wir gegen den OTB gespielt haben“, sagt Mikaela Gustafsson. Das Stadtderby entschieden die Panthers in einem Krimi mit 63:62 für sich. In den Schlusssekunden erzielte die Centerspielerin mit einem Dreier den Siegtreffer. „Es war ein aufregendes Spiel. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie hier waren und das Spiel gesehen haben“, sagt Mikaela Gustafsson rückblickend. Auch beim 87:75-Heimsieg über die Citybaskets Recklinghausen Ende Oktober waren die Gustafssons in Osnabrück. „Ich glaube schon, dass sie uns ein bisschen Glück bringen. Aber ehrlich gesagt, denke ich daran nicht, wenn wir ein Spiel haben. Denn ich konzentriere mich dann sehr auf das Spiel“, ist die Schwedin schon auf das Spiel gegen Neuss fokussiert.

Das Hinspiel hatte die Mannschaft von Panthers-Trainer Mario Zurkowski 87:93 verloren. „Jeder möchte die Revanche. Alle sind motiviert und werden füreinander kämpfen“, ist sich Mikaela Gustafsson sicher. So wie etwa vor einem Jahr, als die Osnabrückerinnen Neuss vor heimischer Kulisse schlugen. Die 23-Jährige steuerte damals 15 Punkte zum 73:62-Erfolg bei. „Wir freuen uns auf das Spiel. Wenn der Erste gegen den Zweiten spielt, sollte das es ein wirklich gutes Spiel werden“, findet die schwedische Nationalspielerin.

Mehr Verantwortung

In dieser Saison ist Mikaela Gustafsson im Schnitt mit 10,1 Punkten pro Partie nach Dara Taylor (11,1) und Jacinda Myers-Sanders (10,6) die drittbeste Schützin bei den Panthers. Im Vorjahr erzielte sie im Durchschnitt 8,3 Punkte. „ Ich bin jetzt etwa eineinhalb Jahre hier. Ich denke, dass ich ein bisschen mehr Verantwortung in den Spielen übernehme“, sagt sie. „Ich bin mit meiner Saison zufrieden. Ich habe mal bessere Spiele, mal schlechtere Spiele“, sagt Mikaela Gustafsson, die in dieser Spielzeit hier und da von kleineren Verletzungen ausgebremst wurde. „Das nervt mich ein bisschen. Vor allem, wenn ich einen guten Lauf hatte. Aber ich arbeite weiter und hoffe, für die Playoffs in guter Verfassung zu sein.

Das Ticket für die K.O.-Runde haben die Panthers schon vor zweieinhalb Wochen in Recklinghausen gelöst. Gegen Neuss geht es nun um Rang eins. Verlieren die Osnabrückerinnen, wäre der Platz ganz oben wegen des direkten Vergleichs erst einmal futsch. Gewinnt das Zurkowski-Team, steigen die Chancen, dass Gustafsson und Co als Hauptrundenmeister in die Playoffs einziehen.