Zurück zu den Wurzeln beim RW Sutthausen Lars Lorenz spielt seit über 40 Jahren Tischtennis

Von Kristina Müller

Fokus auf den kleinen weißen Ball: Seit über 40 Jahren spielt Lars Lorenz Tischtennis. Foto: Hermann PentermannFokus auf den kleinen weißen Ball: Seit über 40 Jahren spielt Lars Lorenz Tischtennis. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Seit mehr als 40 Jahren spielt Lars Lorenz Tischtennis. Nachdem er lange Zeit Luft in der 2. Bundesliga geschnuppert hatte, kehrte der Voxtruper 2016 wieder zu seinem Heimatverein nach Osnabrück zu Rot-Weiß Sutthausen zurück – und das mit Erfolg.

Begonnen hat alles im Alter von fünf Jahren im Keller seiner Eltern. „Wenn man das schon zählen kann“, sagt Lorenz. Heute ist er 49 Jahre alt und verstärkt wieder den Verein, bei dem er Tischtennis spielen gelernt hat – RW Sutthausen.

„Das ist mein Heimatverein, hier bin ich angefangen“, erinnert sich Lorenz. Mit sieben Jahren begleitete er seinen älteren Bruder zu dessen Tischtennis-Training beim RWS, betätigte sich allerdings parallel in einer anderen Sportart – dem Fußball. „Das lief aber irgendwann auseinander und ich hatte auch schon ein, zwei Verletzungen“, erzählt er. Also suchte er sich eine Alternative und trainierte mit 13 Jahren schon vier Mal pro Woche bei den Sutthausern.

„Wollte mich sportlich verbessern“

Kurze Zeit später wechselte er aber zur Spielvereinigung Niedermark. „Die kannte ich schon vom Stützpunkttraining in Warendorf, wo ich nach meiner Grundwehrzeit war“, sagt Lorenz. „Und ich wollte mich sportlich verbessern.“ Begonnen mit der Jugendmannschaft, spielte er sich im Ligensystem immer weiter nach oben: Nach der 2. Mannschaft folgten die Landes- und die Verbandsliga, bis hin zur 2. Bundesliga.

„Irgendwann wurde ich besser durch das regelmäßige Training, und dann haben sie auch den jungen Leuten eine Chance in der 2. Bundesliga gegeben“, blickt Lorenz zurück. Dort spielte er auch während seiner gesamten Studienzeit, wechselte danach allerdings zu einem Verein in Hannover, „um auch mal was anderes zu probieren“, und verweilte auch dort wieder ein Jahr in der 2. Bundesliga. „Wir haben uns bis nach Berlin gespielt. So kommt man noch ein bisschen herum“, sagt Lorenz. „Das ist leistungsmäßig natürlich interessant, aber man gewöhnt sich auch daran. So hoch zu spielen, ist aber auch mit viel Aufwand verbunden, vor allem wegen der Fahrerei.“ Eine Besonderheit beim Tischtennis sei zudem, dass auch kleine Vereine recht hoch in den Ligen spielen.

„Passt der Aufwand noch?“

Später stieg Lorenz aber wieder zwei Klassen tiefer ein. Bis vor fünf Jahren verstärkte er zuletzt den Blau-Weiß Langförden bei Vechta in der Regionalliga, ehe er eine Pause vom Tischtennis einlegte. „Man fragt sich: Passt der Aufwand noch, den man da reinsteckt?“, merkt der 49-Jährige an. Zwischenzeitlich dachte Lorenz sogar über einen Wechsel zum Tennis oder Golf nach. „Das ist aber auch wieder zeitintensiv, wieder ganz von Null anzufangen.“ Und so blieb er doch beim Tischtennis. Besonders die Mischung aus Technik, Taktik und Athletik fasziniert ihn besonders an dieser Sportart. „Das ist schon was anderes, als Pingpong. Ab einer gewissen Klasse kann das schon anstrengend sein“, betont Lorenz.

Nie ganz aus der Übung

Seine beiden Töchter Emma und Lotta, 13 und zehn Jahre alt, sind sportlich ebenfalls sehr aktiv. „Tischtennis spielt von beiden aber keiner“, sagt er. Lotta begleitete er des Öfteren zum Basketballtraining in die Sutthauser Sporthalle – in der auch die Tischtennisspieler des RWS trainieren. „So kam eins zum anderen“, sagt Lorenz.

Und so führte ihn sein Weg wieder zurück zu seinem Heimatverein, in dem schon seine zweite Saison spielt. „Wie das so ist: Wenn man den kleinen Finger gibt, ist man schnell wieder bei der Truppe dabei.“ So ganz aus der Übung sei er aber nicht gewesen: „Ein bisschen gespielt habe ich während meiner Pause schon, aber nicht mehr so intensiv wie in einer Mannschaft.“ Seit seiner Rückkehr konnte er mit dem Team auch gleich den ersten Erfolg feiern: den Aufstieg von der Kreisliga in die 2. Bezirksklasse. Und auch dort haben die Tischtennis-Männer sich ganz nach oben gekämpft. Die Tabellenführer stehen vier Punkte vor dem Zweitplatzierten.

Pokalspiel am Montag

Das nächste Spiel steht aber nicht in der Liga an, sondern im Bezirkspokal. Am Montag, 19. Februar, treffen die Sutthauser um 20 Uhr zu Hause mit dem SV Potshausen auf den Tabellenletzten der Bezirksliga West. „Wenn wir aufsteigen, muss ich hier weiterspielen“, sagt Lorenz mit einem Schmunzeln.